Gestern gesehen

THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING MISSOURI

Eine Frau in den amerikanischen Südstaaten verliert ihre Tochter, die Opfer eines grausamen Verbrechens wird. Weil alle Ermittlungen im Sande verlaufen sind, mietet sie drei seit Jahren verfallende, riesige Werbetafeln an einer Ausfallstraße an, um mit größtmöglicher Aufmerksamkeit wieder Bewegung in den Fall zu bringen.

Rau, derbe, schräg, sehr berührend und teils auch gewalttätig ist dieser Film nichts für zarte Naturen. Für mich sehr bewegend, zu sehen, wie sich die Protagonisten nach und nach entwickeln, zu sehen, welchen Aufruhr die Aktion der verzweifelten Mutter in diesem verschlafenen Südstaatenkaff bringt. Der Film hat nur scheinbar kein greifbares Ende, es bleibt spannend bis zum Schluss.

Sehenswert !

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Perlen auf der Schnur

So reihen sie sich auf, die kleineren und größeren Episoden in meinem Leben, die etwas mit dem Umstand zu tun hatten, dass ein erst kleiner, dann größerer, und später dann erwachsener Junge zu mir gehört.

Es gab Affären, die scheiterten, weil jemand damit nicht klar kam.

Es gab eine längere Beziehung, die (mit)aus dem gleichen Grund scheiterte.

Es gab eine kürzere Beziehung, in der ich verraten wurde, an einem schussgeilen Kerl, dem das Herz geöffnet wurde über mein ach so schwieriges Kind.

Es gab große Eltern, die keinen Wert auf Kontakt zu ihrem Enkel legten. Oder besser, die damit verbundene Mühe und Unannehmlichkeiten scheuten.

Die letzte Perle ist die bislang Größte. Da gibt es auf ihre Weise sehr konsequente Großeltern, die ihn unter fadenscheinigen Vorwand weder einladen noch sonstwie kontaktieren wollen, da sie für ihn wohl Fremde sind. Das ist dann seine Schuld, nicht ihre, natürlich.

Auch ich bin auf meine Weise konsequent. Nicht Auge um Auge, nein. Ein jeder muss vorsichtig sein, der mein Kind ablehnt. Auch die eigenen Eltern.

Wie an anderer Stelle schon gesagt, ein Auge reicht, dem vierten Gebot Genüge zu tun.