Isser jetzt anders als Didl?

Nach dem letzten Eintrag beim Wassertiger bezüglich meiner Eindrücke vom letzten Discounter-Besuch wurde verstärkt eine Lanze für die Ekade-Märkte gebrochen, was Freundlichkeit angeht.  Was mir ein Grinsen in`s Gesicht treibt, erinnere ich mich doch an eine kleine Episode, die vielleicht so zwei Jahre zurück liegt und nichts mit den dort Angestellten zu tun hat.

Unser nächstbester Ekade-Markt ist eingebettet in ein Einkauf-Zentrum. Dort gibt es fast nur Laufkundschaft, also viele Kunden mit wenig Waren. Und eng ist es dort auch, sehr eng gerade im Kassenbereich, wenn man nach vollbrachter Tat sein Zeug verstauen möchte.

Gerne suche ich mir hierfür mangels Packtisch eine leere Kasse aus. Die gibt es aber an diesem Tag nicht und so stehe ich an einem Leergut-Automaten (dort lädt eine kleine Ablage zum abstellen der Tasche ein) und packe meine Habseligkeiten in den Rucksack. Kommt ein altes Mütterlein und fordert sofortigen freien Zugang zum Automaten. Ich entgegne ihr, sie möge doch bitte einen Moment warten, gleich wäre ich soweit. Das ist ja wohl die Höhe… tönt es in mein Ohr. Was ich mir einbilden würde und so weiter. Woraufhin ich immer noch so freundlich wie mir möglich sage, dass sie nun warten möge, bis sie an der Reihe wäre. Dann kam er, dieser Satz.

Sagen Sie mal, sind sie eigentlich verheiratet?
??!

Mir schwillt der Hals an, weil ich ahne, worauf die Alte hinaus will. Wer nimmt denn wohl so was wie mich, will sie mir suggerieren. Ego und Macho in Reinkultur oder so. Vielleicht erinnere ich sie auch an irgend einen Verflossenen, was mir in dem Moment allerdings wurscht ist. Also entscheide ich mich dafür, sie zu füttern, zu bestärken in ihrem Bild von mir.

Das geht Sie, mit Verlaub, einen feuchten Scheiß an.

Wenn schon, denn schon. Der Rucksack ist eh mittlerweile gepackt und raus geht es …

*

Advertisements

4 … den Spalt finden

Ein sehr interessantes Projekt und genau mein Thema. Wie gehe ich durch meinen Tag, ohne mich in Trivialitäten, Kleinkram, Tagesroutine, nutzlosem Geschwätz und einem zu viel an Ratio zu verlieren ?

Lesenswert !

100TageEchtzeitTest

4

Plötzlich wird es schwer – der Smog der Alltäglichkeit droht zuzuschlagen.

Das Ende der freien Tage will mir den Blick auf das Wesentliche vernebeln.

Ein Großteil meiner (Lebens-)Zeit wird vorbestimmt von allerlei, was zu tun meine berufliche Tätigkeit verlangt …

aber dadurch auch von der magnetischen Kraft der monoton anmutenden Eintönigkeit des Alltags.

Den Tag über umkreisen meine Gedanken den Begriff Alltag.

Auf Wikipedia kann man nachlesen, dass der Alltag  durch sich wiederholende Muster von Arbeit, Arbeitswegen, Konsum u. a. geprägt ist und dass diese gewohnheitsmäßigen Abläufe zum zivilisierten Menschen gehören.

So ist der Alltag also dem Menschen eigentümlich, sobald sich dieser in Gemeinschaften zusammentut.

Er umfasst ein „All-“ des menschlichen Daseins, nämlich das All jeden Tages in seiner geordneten Struktur.

Und durch dieses Gefüge, welches den Zeitablauf prägt, wird Kommunikation im weitesten Sinne erst möglich.

So verstanden ist der Alltag auch für meine 100 Tage wichtig.

Völlig losgelöst…

Ursprünglichen Post anzeigen 108 weitere Wörter

Schweigen

*

Wenn du viel redest – außen und innen – hörst du nichts.
Wenn du nichts Essentielles zu sagen hast, schweig doch mal.
Schweigen ist Luxus.
Sei mutig.
Halt hin und wieder die Klappe.
Lausche.
Dem Wind.
Deinem Herzschlag.
Deinem Liebsten.
Der Fremden.
Dem Schmerz
und der Hoffnung.
Dem Leben.
Vielleicht wirst du überrascht sein, wie deutlich tatsächlich Alles mit dir spricht.
Immer.
Jetzt zum Beispiel.
Lass dich berühren und führen.
Wie eine Geliebte, die sich beim Tanz der kleinsten Regung ihres Partners hingibt.
So entsteht Vertrauen.
Nicht in dein kleines Ich, sondern in Alles.

(Veit Lindau, im Dezember 2017)

*

Neujahr 

Eine große Gesellschaft mit sich biegenden Tischen. Viele Menschen, viel Smalltalk. Spät – 68er, eine laute Blonde, ein liebenswertes, leider schwer hustendes kleines Mädchen. Kurz  – eine nette Runde, mit der ich in’s neue Jahr gerutscht bin. 

Nebenbei blieb und bleibt mir noch genügend Zeit zum nachspüren und zum schreiben. Was ich ändern kann, ändern möchte, in Zukunft. Im Umgang mit mir selbst, mit den Menschen speziell in meinem beruflichen Umfeld, aber nicht nur dort. Die größten Stützen dabei heißen Glauben und Vertrauen. 

In dem Sinne  – uns allen ein gutes neues 2018!