Gegen halten

Das heißt nicht ignorieren, kompensieren oder schön denken. Die Welt ist, wie sie ist, und mir werden mit den Jahren die existenziellen Dinge immer vertrauter. Viel Moll und wenig Dur sozusagen. Was aber immer schon in mir so angelegt war. Kein ausgesprochener Hang zur Schwermut, aber ein beständiges sich-sorgen in Verbindung mit einem augeprägten Hang zum grübeln.

Sei es jetzt Erbgut (warum eigentlich -gut ? ) oder sei es meine Herkunft aus den dunklen, engen Wupperbergen, die schon immer solche Köppe hervor brachten. Das sich-sorgen-müssen wird so langsam weniger, mit zunehmenden Vertrauen in den großen Plan, der sich mir nach und nach erschliesst.

Gegen den sich abzeichnenden Schwermut hift manchmal nur das genaue Gegenteil. Mal ein Gläschen (wer Sorgen hat, hat auch Likör) trinken geht ja leider nicht mehr, wegen meiner Vergesslichkeit, das aufhören betreffend. Dagegen halten mit scheinbar völlig sinnfreier Leichtigkeit hilft schon eher und hat keine Nebenkosten wie das saufen. Manchmal animiert mich das pendeln zwischen diesen Polen zum schreiben, manchmal finde ich die Leichtigkeit, die mir gerne mal abhanden kommt, in der Musik.

So etwas hier zum Beispiel.

 

Ja, Belgien kann so viel mehr als Pommes und Pralinen.

Textprobe?

A one armed gogo dancer
a midget in a suit
riding giant pony’s
and wearin‘ western boots
a bare hand bull fighter
in fishnets and heels
your chubby cousin Pete
On a tractor with big wheels
Mehr davon hier

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