Wie gehe ich mit meinen AGGRESSIONEN um ?

Ei, da gibt es viele Möglichkeiten. Manch einer verausgabt sich beim Sport, andere suchen sich einen Therapieplatz und wieder andere machen zielorientiert damit Karriere, weil, wer zu nett ist, der bringt es bekannter Weise zu nicht viel, aus dem wird noch nicht einmal sonst was. Die übelste Variante ist, den Dingen freien Lauf zu lassen, verbal die Luft zu verschmutzen oder gar seinen Mitmenschen zu nahe zu kommen.

Da lob`ich mir so manche Anregung, gerade über die Musik. Wie gut geht zum Beispiel die Hausarbeit von der Hand, mit Punk-Rock im Ohr? Oder – wie friedlich kann ich nach dem Genuss von Rammstein bei zeitgleichen Gedanken an Arbeitgeber und/oder Kollegen werden? Die Beispiele sind mannigfaltig – gut zum Ausdruck bringt mir das Funny von Dannen (Songtext hier). Danke für den Tipp, Agnes !

Hört selbst … 😉

*

Advertisements

Neue Welt

Soziale Bewertung, las ich gerade nebenan, die gibt es schon bei Kindern. Andere sind uns da schon weit im voraus, China zum Beispiel. Noch ist es ein Testballon, aber in diese Richtung wird es gehen. Zunächst dachte ich, ich lese nicht richtig, aber bei näheren betrachten ist diese Art der totalen Kontrolle auch für uns denkbar. Es machen ja schon so viele freiwillig mit. Füttern die Clouds mit ihren privaten Dokumenten, liefern den Suchmaschinen (und somit dem Staat) freiwillig ihre Körper-bezogenen Daten beim joggen oder dergleichen. Ja, wenn das freiwillig schon so gut läuft, da geht doch noch noch vieles mehr, bestimmt.

Hin zur IT-Diktatur

Meine Haltung dazu:

*

Seasick Steve

Dem geneigten Leser bin ich ja eher für meine kritische Haltung gegenüber Amerika bekannt, gerade bei dem derzeitigen Präsidenten. Mal davon abgesehen, dass Amerika zusammen mit den anderen Alliieren den letzten Krieg gewonnen haben und meine Jugend dominiert war von der „Freundschaft“ zu den Siegern (es schien ja auch viel Gutes für uns abzufallen, wenn man die Atomwaffen ausblendete und auch sonst nicht so genau im Rest der Welt hinsah). Land und Leute als solche dagegen fand und finde ich immer noch eine Reise wert, mal sehen. Falls sie mich dereinst hinein lassen, sie gehören schließlich beim Wassertiger zu meinen treuesten Lesern 😉

Zwei amerikanische „Importe“ hingegen liebe ich sehr. Das ist zum einen die Gemeinschaft der anonymen Alkoholiker, ohne deren Hilfe ich vielleicht nicht mehr leben würde. Das andere ist kerniger, schmieriger Blues-Rock. So wie dieser hier:

Seasick Steve, Jahrgang `41. Mit 60 die erste CD, davor Straßenmusiker, Obdachloser, Hobo, Tramp mit Knast-Aufenthalten und dergleichen mehr. Auf Konzerten stets dieser uralten Stuhl, die aus allen möglichen Teilen (Alte Koffer, Besenstiele, Kochgeschirr, irgendwelchen Schachteln) selbst gebauten Gitarren. Selbst seine Hose scheint die Jahre überdauert zu haben. Die Musik – wer mag, höre mal rein. Genau meins.

*

Schwarzer Vogel

Von der Kleinen wird man vermutlich noch hören, sie hat für mich großes Talent und eine tolle Bühnenpräsenz. Gerade 21 jetzt, hat sie es mit 17 via Magic Mushrooms geschafft, in eine handfeste Psychose zu rutschen, um dann über 9 Monate Klinikaufenthalt zurück in`s Leben zu finden. Die Musik hat ihr dabei geholfen, sich wieder zu finden. Die Gitarre ist ihr Hausinstrument, aber sie spielt auch noch etliche weitere, die sie sich selbst beigebracht hat.

Mag ich, so junge Menschen, denen schon von weiten anzusehen ist, dass sie jede Menge Freude und Intensität mit ihrer Musik leben.

*