Macht der Worte 4

Umgänglich
vs.
Unumgänglich

Die Un(!)tiefen der deutschen Sprache. Umgängliche Menschen sind gerne gesehen, gelten sie doch als Kommunikations-freudige, vielleicht freundliche Menschen, die stets gekonnt auf dem blanken Parkett des Smalltalks tanzen können. Man mag sie, die Umgänglichen.

DAS Unumgängliche dagegen gilt allgemein als das Dringliche, welches keinen Aufschub duldet, oder zumindest irgendwann mal mit Sicherheit fällig ist. Zahnarztbesuche oder unser Tod zum Beispiel.

Eigentlich unlogisch, das. Man könnte Unumgänglich ja durchaus auch als Verneinung der Umgänglichkeit ansehen. So gelte ich gemeinhin eher als ein weniger umgänglicher Mensch, weil ich im Konfliktfall gerne zum Klartext oder zum Schweigen neige, wenn mir die Sache keine Worte wert ist.

Unumgänglich unumgänglich, irgenwie dann.

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Macht der Worte 2

Zwischenablage

Gefunden bei der altehrwürdigen Tagesschau. Erstes benannte das Staatsoberhaupt von Myanmar, letzteres stand für das syrische Staatsoberhaupt. Friedfertige Demokraten sind sie beide nicht, aber welcher Begriff kling besser …

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