Sonst so, heute

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Heute ist der kürzeste Tag des Jahres. Spärliches Licht draußen, was den Namen nicht verdient. Winter-Sonnenwende eben. Was wiederum auch heißt, ab morgen wird es wieder heller, langsam, sehr langsam. Aber immerhin.

Und – Reinhard Mey wird heute 75.
Ein Aufrechter.
Herzlichen Glückwunsch !

Gänsehaut-Lied …

Niemand steht über dir –
aber auch niemand steht dir bei.
Das ist ein hoher Preis, doch dafür bist du frei.
Du bist niemands Herr und niemands Untertan,
Einhandsegler auf dem Ozean.

Nachtrag:

Noch ein runder Geburtstag heute. Heinrich Böll wäre heute 100 Jahre alt geworden. Ich habe ihm unendlich viel Verständnis zu verdanken, für die Zeit, in der er lebte. Kurz vor seinem Tod durfte ich ihn Anfang der 80er auf einer der großen Demos im Bonner Hofgarten auch mal live hören.

Noch ein Aufrechter.

Heinrich Boell

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Sonntag

Draußen fällt immer noch der milde Frühlingsregen, der mir schon gestern auf dem Rad eine Dusche verpasst hat. Luxus für heute war, bis 9 im Bett zu bleiben. Die Liebste ist als treuester Groupie ihrer Kleinen wieder mal unterwegs und ich teile mir das Wochenende mit den beiden Katern. Die Welt bleibt bis jetzt gerade eben draußen, von einem Pflicht-Anruf bei den Eltern zwecks Ortung des Wohlbefindens mal abgesehen.

Vom Kater Schwarz lasse ich mir beim Yoga zuschauen, der ist mitunter sehr interessiert, seinem Blick nach. Oder er wundert sich, wie auch immer. Gesund ist er auch wieder, nachdem seine chronische Blasen-Gries-Geschichte wieder durchgeschlagen hat. Tobt er dann umher, muss ich nicht meckern, sondern freue mich, dass es dem kleinen Kerl wieder gut geht.

Sonst so? Alleine haushalten bringt auch Vorzüge, was das Timing für`s essen angeht. Oder bei der Speise der Wahl. So sitze ich nun hier mit einem frisch gefüllten Bauch, der sich über Zwiebel-Knoblauch-Pfannkuchen freut, nach denen es hier immer noch duftet.

Lebensgefühl?
Unverändert.

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Nachtrag zum 1. Mai

Ich hab’ Sehnsucht nach Leuten, die mich nicht betrügen,
Die mir nicht mit jeder Festrede die Hucke voll lügen,
Und verschon’ mich mit den falschen Ehrlichen,
Die falschen Ehrlichen, die wahren Gefährlichen!

Du sprichst mir aus der Seele, R.M.