Sonntag, 210103

Ein paar Stunden Licht, Luft und gute Gespräche. Die Wupper-Berge, eine Gegend, in der ich zumindest teilweise aufgewachsen bin. Erinnerungen werden wach, an Tage vor langer Zeit. Wir waren 12,13, oder 14, sind mit dem frühen Licht hinaus, Brotbeutel und Hund dabei. Mit dem ersten Dämmerlicht ging es zurück, den Kopf voll mit Magie und Geschichten, beides wartet dort hinter jeden Fels im Wald, in jedem Wasser, das sich seinen Weg den Hang hinunter sucht, ebenso in den Fluten der Wupper, die hier noch ihre beinahe ursprüngliche Form hat, an ihrem Oberlauf. Die Jahreszeit gibt nicht viel Farbe her, aber ich mag auch die Farben des Januar.

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Montag, 201123

Vatertag, sagt der Kollege. So sagt er immer, wenn ich einen so genannten Akut-Pflegetag nehme. Wenn es die Fasson des Alten zulässt, fahren wir raus, irgendwohin, wo er sonst nicht mehr hinkommt. So, wie heute früh zum Beyenburger Stausee, wieder mal. Wir freuen uns auf dem sonnigen Höhenzug über das Wetter, doch während wir die über Windfoche zu Tale fahren, geraten wir in eine nicht enden wollende Wolke, die sich bis zum Stausee zieht und Nässe verbreitet. Zu früh gefreut, die Sonne hat es schwer, kommt nicht gegen den zähen Nebel an. Den Mann mit der Kamera freut`s, morbide Nebelbilder liebt er.

Es sind nur sehr wenig Menschen an diesem Montag Vormittag unterwegs, es ist still, nur hier und da eine kurze Unterbrechung durch Enten oder Kanuten. Eine feine Stimmung – Bilder, die für sich sprechen.

2-farbig hat auch etwas.

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