Ohne besonderen Anlass

Weil ein Beitrag nun mal einen Titel braucht. Es ist Sonntag, wieder einmal. Mir geht es gut, jetzt. Die Zeiträume der Befindlichkeits-Beschreibung halte ich bewusst kurz, weil sich die Qualität öfter mal ändert. Was nicht ausschließt, dass es mir auch noch in Tagen oder Wochen gut geht, gut gegangen ist. Vielleicht ist es eine Art Aberglaube – dass Gutes nicht betont werden sollte, weil es einem scheuen Reh gleicht. Kann schon sein.

Und so pflegen wir unseren Sonntag hier, mit Brunch und langhälsigen Katzen um uns her. Vom Sommer dagegen bleibt ein Restgefühl beim Frühsport in der gut geheizten Wohnung, während sich da draußen der November breit macht. Dieser Monat, von dem Viele sagen, dass sie ihn nicht brauchen. Ich mag ihn, allein schon, weil eine Menge mir an`s Herz gewachsener Menschen in diesem Monat ihren Geburtstag feiern. Auch das typische November-Wetter geht in Ordnung, ich mag manchmal auch Regen und Nebel.

Wie auch immer …

… und, nicht zu vergessen:

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Wieder Sonntag

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„Nachts liege ich wach und Fragen bestürmen meine Seele.
Meine Gedanken grübeln im Kreis.
Angst und Wut vertreiben den Schlaf.
Nicht einmal in meinem Bett fühle ich mich sicher.
Also stehe ich auf und mache mich auf die Suche…“

Diese Worte stammen von einem Berliner Pfarrer, der damit zum Gottesdienst heute einlädt. Sie hätten allerdings auch die meinen sein können, derzeit. Von daher – Danke, lieber Richard, und wenn es nicht so weit wäre, würde ich gerne vorbei kommen.

Vor ziemlich genau 12 Jahren habe ich mich taufen lassen, spät, aber bewusst. Soviel, wie mir „zugefallen“ war, konnte kein Zufall gewesen sein. Es gibt ihn, den Glauben an meine höhere Macht, an meinem Gott, der es gut mit mir meint. Auch der Sohn ist mir sympathisch, war er doch Mensch … Allerdings ist dieser Boden, auf dem ich mich heute bewegen darf, immer aufs Neue derben Schwankungen ausgesetzt. Mein Vertrauen ist nicht unerschütterlich und oft genug fühle ich mich sehr allein und schutzlos. Das ist Gott sei Dank nur ein Gefühl, dem ich mich nicht dauerhaft hingeben muss, weil es lediglich das Residuum meiner ersten Lebenshälfte darstellt, den Restzustand von mangelnden oder besser damals nicht vorhandenen Urvertrauen.

„Gut“ fühlt es sich dennoch nicht an, obwohl ich um seinen Beistand weiß und dazu passend einige mir sehr liebgewonnene Menschen kenne, die mir derzeit eine große Stütze sind. Angefangen von der Liebsten sowie Freunden vor Ort als auch hier in der virtuellen Welt (Schnittstellen inbegriffen). Nähe und Beziehungen haben viele Gesichter.

Danke dafür.

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