Montag, 210913

Dieser Moment, wenn am frühen Morgen festgestellt wird – die Energien fließen langsam, aber sicher, die Nase ist frei, Atem und Bewegungen harmonieren miteinander.

Dieser Moment, vielleicht eine Stunde später, im Auto, auf dem Weg zur Arbeit. Es läuft vom Stick (unmodern, habe ich mir vom großen Kind erklären lassen dürfen, angesichts der totalen Vernetzung der neuen Autos) es läuft also I’m so afraid von Fleetwood Mac, und mit einem Mal ist es wieder da, für ein paar Sekunden, diese uralte Gefühl. Verlassen von Gott und der Welt, ich bin für Sekunden wieder 18 19, oder 20, berauscht und versunken in diesem Gefühl.

Es geht absolut nichts verloren, alles wird gespeichert, um bei passender oder unpassender Gelegenheit wieder aufzusteigen, aus dem Sumpf der Vergangenheit. Sei es auch nur kurzzeitig, um festellen zu dürfen, heute ist es anders. Eine Beobachtung, die ich auch bei meinen greisen Eltern machen darf.

Wenn der Tod einen Sinn machen soll, mal abgesehen davon, dass es hier sehr schnell sehr eng würde, gäbe es ihn nicht – dann ist es das gründliche und vorläufig letzte Leeren dieses Speichers, um heimzugehen, Ruhe zu schöpfen, bis zur mutmaßlich nächsten Runde.

All das will sich so gar nicht in die grobstoffliche Welt einfügen, in der ich mich jetzt wieder bewegen darf. Jagen und sammeln eben.

Passend zum Tag…

Montag, 210531

Alle Tage ist kein Sonntag – heute, am Montag, erst recht nicht. Der Kollege und ich saßen gerade beinahe fröhlich singend vor`m Schirm, selbst der schwarze Vogel summte leise mit . Dank an dieser Stelle dir, liebe Gisela, für deinen Tipp, für dieses morbide Liedchen in einer außergewöhnlichen, aber beachtenswerten Co-Produktion zweier nicht sehr gleicher Herren 😉

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Montag, 201130

Wieder Vollmond, las ich gerade. Auf dem Weg zur Arbeit sah ich ihn, das dicke Ding steil oben am Himmel. Der Wasser-Schieber, der große Verstärker in Sachen Intensität der Gefühle. Herr der Sinnlichkeit. Ich mag besonders in dieser Zeit den Geruch meiner Haut. Deiner Haut. Irgendwie animalisch, das.

Aber gut.

Sonst so? Hier vor Ort ist wenig Raum für Sinnlichkeit. Ein Montag mit seinen typischen Herausforderungen. Eine davon lautet, jetzt hier rauszugehen und das arbeiten fortsetzen. Na gut…

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Wenn schon Montag, dann richtig

Und – wie geht ein richtiger Montag? Genau, am besten mit einem Wutanfall starten, das bringt Adrenalin, den Wachmacher Nummer eins. Mit Katzenkindern ist das vergleichsweise einfach, wenn gerade zum xtem Male eine Lampe demoliert wird. Ab in die Tonne damit, die Kleene böse angucken … und feststellen, dass das gar nicht geht, mit dem böse gucken, zumindest nicht sehr glaubwürdig.

Ok, Montag eben.

Passend zur Grundstimmung …