Eine Begegnung

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Heute Nachmittag, auf der Nordbahntrasse,

HIER beim Wassertiger.

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Bigotterie

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Ohne wenn und aber.

Es fliehen immer mehr Menschen in ein Land wie Deutschland, das einst mit seiner politischen und militärischen Unterstützung, getrieben von einer gierigen Waffenlobby, zumindest mit dafür gesorgt hat, das die Heimat dieser Menschen nun so ist, wie sie ist.

Nicht jeder heißt diese Menschen willkommen, es werden immer mehr. Sie gründen eine politische Interessenvertretung, rechts außen, nationalistisch geprägt. Die Herrschenden sehen ihre Mehrheiten sowie die politische Stabilität auf Dauer in Gefahr und wollen den Strom der Heimatlosen eindämmen.

Wer das möchte, also sagt, „Grenzen dicht“, der muss natürlich auch sagen:

Stacheldraht, Lager, Internierung, Zwangsrückführung unter Anwendung von Gewalt, Tränengas, Gummigeschosse, scharfe Munition.

Dafür möchte hierzulande niemand die Verantwortung übernehmen, bis auf besagte Rechts-außen-Fraktion. Also besinnt man sich auf seine beste Tugend als Nation der Krämer-Seelen und beschließt einen Pakt mit der Türkei, das heißt, man überweist sehr viel Geld, damit eben jene Türkei dafür sorgt, das der Strom der Elenden versiegt. Wie diese das anstellt, ist nicht unsere Sache. Man bezahlt also jemanden für die Drecksarbeit, die man selbst nicht erledigen möchte und wundert sich anschließend über politische Abhängigkeiten von einem despotischem Regime.

Die Würde des Menschen ist unantastbar?

Vielleicht sollte man das Grundgesetz mehrheitlich ändern, um zumindest die Glaubwürdigkeit wieder zurück zu erlangen. Solch ein Land wäre dann allerdings nicht mehr das meine.