Sonntag, 210801

Zuhause. Neulich stehe ich auf der zur Straße gewandten Loggia und schaue in den Tag. Stehen da unten zwei Typen mit Smartphon, Schwaben oder Japaner, keine Ahnung. Jedenfalls nicht von hier, der Begeisterung nach zu schließen. Ergehen sich in einem der angeblich größten zusammenhängenden Gründerzeit-Viertel. Na dann. Na, das ist doch mal eine ganz klare Ansage… ruft einer der beiden ausgelassen fröhlich (die können definitiv nicht von hier sein…) in meine Richtung und zeigt auf den Pippimann hoch oben am Haus. Heitere Gelassenheit lobe ich mir, Rückschlüsse waren vermutlich beim Erbauer gewollt und erwünscht, des Lebens heitere Seiten betreffend, sexuelle Orientierung möglicherweise mit eingeschlossen. Die zwei jedenfalls haben Spaß.

Darüber hinaus sind diese Tage erfreulich ereignislos, was mich vor langer Zeit noch ziemlich gelangweilt hätte. Genieße ich heute, weil, wenn was los ist, ist es meistens eher weniger erbaulich.

Mal sehen, was der Tag noch bringt.

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Vom rechten Ton und so

Es muss mir schon eine Herzenssache sein, wenn ich heute in mancher Gesellschaft rede. Oder ich habe einen temporären Grad an Wurschtigkeit erreicht, dass ich ihnen Futter gebe, ihre Vorurteile massivst bestätige. Dann spreche ich mit Bedacht Wuppertaler Mundart und drücke mich gezielt gewöhnlich aus, gerade so, dass ich mich anschließend noch selbst leiden mag. Ein sehr schmaler Grat übrigens 🙂 Aber – Wenn schon, denn schon. Meist allerdings schweige ich, wenn ich nicht gerade etwas essenzielles zu sagen habe und lasse die anderen plaudern, was durchaus lehrreich sein kann.

Mein Lieblings-Eckensteher ❤

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