Fronleichnam 2020

Der Titel trägt die Themen schon in sich – werden, vergehen, wiederkommen, bleiben. Was bewegt mich in dem Zusammenhang?

  • Der Zustand meines Vaters. Die Art, wie er mit dem Bewusstsein umgeht, dass dies sein letzter Sommer sein könnte, sein wird. Irgendwo zwischen Verzweiflung, Angst und Zorn über seine Schwäche auch so etwas wie Ergebenheit in das Schicksal, Spuren inneren Friedens. Ich sehe es und denke, erfassen werde ich es erst wirklich, wenn es mich selbst betrifft.
  • Der Zustand der von den Corona-Auflagen zerschossenen Selbsthilfegruppen, in meinem Fall die der anonymen Alkoholiker. 20 Jahre haben ein durchaus tragfähiges Fundament in mir geschaffen, was bleibt, ist keine Angst, eher Respekt und Achtung vor jeder Art Stoff, der Bewusstsein manipuliert.
  • Die Gewissheit, dass es weiter gehen wird und ich auf neue Art teilen lernen werde, virtuell mit den gängigen Plattformen. Erste Erfahrungen stimmen hoffnungsfroh, Spiritualität kann durchaus auch am Monitor gelebt und geteilt werden. Mögliche Eigeninitiative steht im Raum, ist aber noch nicht spruchreif. Ist auch nicht so dringend, Kontakte zu den Freunden bestehen – aber andere suchen …
  • Was mich trägt, ist der, dessen Bleiben heute gefeiert wird, mal stark vereinfacht ausgedrückt. Wird mir immer klarer, gerade in Momenten, in denen ich mit mir komplett allein sein darf, mich neu ausrichte und sortieren darf. Neu daran ist – Angst und Scham mag es noch geben, haben keine Gewalt mehr. Danke dafür.

Sonst so? Erste Erfahrungen bei „Zoom“ gesammelt. Mich über den verräterischen Kamera-Hintergrund unserer sehr individuellen Wohnung nicht gerade geärgert, nein. Geht nur niemanden etwas an, irgendwie. Sagt ein Blogger 🙂 Gesucht und wertvolle Tipps bekommen bezüglich virtueller Hintergründe und ihrer Anwendung. Dinge, die ich nicht im Ansatz verstehe, aber in ihrer Anwendung sagenhaft finde.

Unter Wasser…

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Unfug treiben lässt sich damit auch …

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Ostersonntag

Die Botschaft – den Tod überwinden. ER wird den Stein vor der Grabhöhle nicht selbst entfernt haben, so wie vieles andere Gedankenkonstrukte der damaligen Schreiber sein wird. Aber sein Geist lebt weiter, er ist bei uns, Mensch, der ER war. Für mich Grund zur Freude, nicht nur in dieser Zeit.

Frohe Ostern allseits!

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Heute ist der Ewigkeitssonntag bzw Totensonntag. Was heißt das? — theolounge

dass wir Menschen alle, auch, wenn wir 100 Jahre oder älter werden, die längste Zeit unseres Lebens eigentlich tot sind. 

Gott in uns und die Relation der Zeit – auch, wenn ich der Aussage, wir Menschen seien „die Krone der Schöpfung“ nicht zustimme. Gute Gedanken zum Tag.

Totensonntag, Ewigkeitssonntag. Was es damit auf sich hat und warum dieser Tag auch ein Tag der Hoffnung ist.

über Heute ist der Ewigkeitssonntag bzw Totensonntag. Was heißt das? — theolounge

Jetzt

Jetzt gerade ist Gänsehaut auf meinen Armen. Ob es daran liegt, dass im Umfeld unsere Endlichkeit deutlich zu spüren ist oder ob es an dem feinen Lied weiter unten liegt, vermag ich nicht so genau zu sagen.Es ist gut, wie es ist, auch wenn es nicht schön ist.

Für mich bin ich froh, nicht allein zu sein, auf dem Weg. Bin nicht allein mit meinem schwarzen Vogel, der gerade erstaunlich friedlich ist. DU bist bei mir, mal fühle ich dich, wenn ich allein bin, mal sehe ich dich in den Begegnungen mit anderen Menschen.

Danke dafür.

Vertrauen

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„Wenn du zu versinken drohst, erlaube mir, dich zu retten.“

„Gib mir einfach das kleine bisschen Vertrauen, das du hast, und dann sorgen wir gemeinsam dafür, dass es wächst.“

Quelle: Die Hütte, William Paul Young,
Jesus zu Mack, Seite 230

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