Ostersonntag, 210404

Jesu Auferstehung, der wird heute gedacht. Hier an der Zimmerdecke hängt seit genau einem Jahr ein mittlerweile arg trockener, aber gesegneter Zweig, der mir am Ostersonntag 2020 liebevoll aufgedrängt wurde, von ein paar alten Leutchen an einem ansonsten verwaisten Stand der Kirche am Laurentius, weiter unten. Damals ahnte ich schon, das Ding dauert länger und verschwindet nicht über einen warmen Sommer.

Gut, zu fühlen, nicht allein zu sein.

Sonst so? Wir sind zuhause. Das war nicht so gedacht, aber absehbar. Zuhause sein geht in Ordnung, obgleich uns der Sinn mehr nach weiter weg gestanden ist. Wem nicht … Zuhause sein ist in sofern zwiespältig, als dass es sich herumspricht, die unerwartete Erreichbarkeit erweckt Wünsche von interessierten Kreisen. Sei `s drum. Es bleibt alles in allem noch genügend Zeit, die wirklich das Prädikat frei verdient.

Gestern Abend nahm ich sie mir, die Zeit. Abendrunde rund um den Acker, wieder mit GPS, verspielt, wie ich sein kann. Nebenbei bemerkt machen mich solche kleinen Runden dankbar, nur kaputte Arme zu haben. Beine gehen noch so, im wahrsten Wortsinn. Immerhin kamen dank ihrer Unterstützung gestern insgesamt über 11000 Schritte zusammen. Und ein paar Bilder hat es auch:

Auf dem Rückweg, vorbei an unserer Friedhofskirche

Frohe Ostern 2021!

Karfreitag

Nach den vergangenen Monaten freue ich mich dieses Jahr auf das Osterfest. Auferstehung, Erneuerung. Die Zeit lädt ein, mir bewusst zu machen, wo ich hin möchte, in der nächsten Zeit, lädt ein, das auch aufzuschreiben. Für mich, nicht für irgendeine Therapie. Wenn ich jemanden finde, der mir dabei helfen kann, dort hin zu kommen, um so besser. Ansonsten verlasse ich mich auf die mir bekannten und vertrauten Wege – Glaube und Selbsthilfe.

Ein kleines Ziel schon ist es, dass – sagen wir mal in 10 Jahren oder so – sich die Falten von Mund- und Augenwinkeln beim Grinsen an den Ohren gegenseitig besuchen kommen. Fühle mich auf einem guten Weg … meint auch der Spiegel.

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