Mehr als ein Buch

Aufgefallen ist mir der etwas blumige Name der Organisation, bei der die Pfarrerin, welche hier im Tal die allwöchentliche kontemplative Meditation leitet, Mitglied ist:

Wolke des Nichtwissens.

Nichtwissen wohlgemerkt ohne „s“, was einen kleinen, aber bedeutenden Unterschied macht. Hingeführt worden bin ich auf der immerwährenden Suche nach Einheit, nach Frieden in mir, ausgelöst durch eine handfeste Krise Anfang des Jahres. Nachdem therapeutische Ansätze fürs Erste gescheitert sind (wer je versucht hat, nach einem 8- oder 9-Stunden-Tag mit anschließendem Kampf durch den Berufsverkehr offen für tief Hintergründiges zu sein, wird verstehen, was ich meine). Medikamente können allenfalls eine Übergangslösung darstellen, sind darum auch nur temporär hilfreich.

So tat ich mich in Gemeinde und Freundeskreis um und fand zu dieser Gruppe. Meine ersten Erfahrungen habe ich versucht, hier ein wenig zu beschreiben. Der oben beschriebene Name der Vereinigung führte mich auch zu einem gleichnamigen Buch aus dem Herder-Verlag, welches ich mir besorgt habe. Natürlich kann das Lesen über Meditation immer nur Hintergründiges sowie Geschichtliches erklären und nie die Praxis ersetzen. Worte dafür zu finden, ist eh schwierig, wie auch Ananda schon treffend bemerkte. Hier mal ein kleiner Auszug, es ist schon interessant zu lesen:

Kontemplation

Übrigens – auch ich bin ein großer Freund von regionalen Geschäften. Buch-Rezensionen lese ich beim bekannten Versandriesen, online bestellen und kaufen jedoch in einer örtlichen Buchhandlung um die Ecke sozusagen. Kann vor Ort abgeholt werden, geht flotter als mit dem Branchenriesen und stützt die heimische Wirtschaft …

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Neue Mitbewohnerin

Und noch ein Katzenblog …

Das ist Lilit (ohne „h“, da ein armenischer Frauenname), ein 2 Monate junges Maine Coon – Babymädchen. Die lange Fahrt hat sie gut überstanden und nun pennt sie, nachdem sie die Wohnung erkundet und ihre erste Toilette erledigt hat. Kuschelig und gesprächig …. unser Großer hat dagegen so seine Anlaufprobleme und bedarf gerade noch mehr Aufmerksamkeit als sonst.

Katzen …

Alles gesagt …

… wenn auch nicht von mir.

So kommt es mir immer öfter vor, hier ebenso wie in der Welt da draußen. Was mich zunehmend schweigsamer werden lässt. Nicht jedes Thema, nicht jedes Argument, nicht jede Meinung oder Haltung muss bejubelt oder verrissen werden. Wenn ich manche Überschriften der Nachrichten lese, weiß ich schon, was mich im Leser-Kommentarbereich erwarten würde, so ich ihn dann lesen würde. Meist reichen mir die Headlines, um die Seite zu verlassen. Klick, fertig. Ist ganz einfach. Gilt auch für den täglichen Umgang mit meinem „sozialen Umfeld“: Umdrehen, stehenlassen und weitermachen. Geht leichter als man mir das einst vermitteln wollte.

Ein schweigsamer Blogger – gibt es etwas widersprüchlicheres? Na ja, manchmal geht plaudern. Oder blödeln ebenso wie ernsthaft zuhören/lesen und mir ausreichend Zeit nehmen für eine mögliche Antwort, entgegen dem beliebten Motto: „Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage.“ Was übrigens ein unschätzbarer Vorteil des Schreibens ist. Die Zeit zum Denken zu haben 🙂

Sonst so? Schweigen kann durchaus heilsam sein, wie ich diese Woche erfahren durfte, bei meinem ersten Besuch einer kontemplativen Meditationsgruppe. Werde ich ab nun, wenn immer möglich, regelmäßig machen. Auch zuhause, nach manch langen Tagen hilft das, wieder zu mir zu finden.

Und – Sonntag ist.

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