Montag, 210208

Am Samstag habe ich nach dem abstellen des Bobby-Cars noch alle Schlösser durchgesprüht. Vergebens, wie sich heute früh zeigte. Wasser & Frost – den Kleinen kann ich wohl erst wieder bewegen, wenn es taut …

Gestern noch habe ich in weiser Voraussicht mein altes Bike durchgesehen, Züge durchgesprüht, Luft, Kette gepflegt. Dank derangierter Leisten und Unterarmsehnen bin ich dieses Jahr tatsächlich noch nicht gefahren. Wenn ich bedenke, dass ich viele Jahre nur Rad gefahren bin… Das Teil funktioniert wenigstens auch im Eis. Kritisch sind nur die Straßenübergänge, da schiebe ich teils lieber. Die Nordbahntrasse jedenfalls ist frei und wird regelmäßig geräumt. Gut so!

Wheeler 1400 Crossline, Bj. Anno 1993, nachgerüstet mit Deore-Komponenten rundherum, nur der Rahmen ist noch original.

Ibuprofen – Chapter lässt grüßen …

Nachtrag: Diskussionen am Arbeitsplatz ergaben ganz klar: Merkel ist schuld. An allem, also auch am Wetter. Hat sie nun davon, die Russen ärgert man nicht einfach so. Als Reaktion darauf haben die Russen den Jetstream zusammenbrechen lassen und nun ist Russenpeitsche strenger Ostwind allerorten. Mindestens. Das kriegen die hin, weil die mit Bill Gates zusammenarbeiten, und wenn einer weiß, wie das geht, dann der.

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Sonntag, 200913

Sonntag Morgen, gefüllt mit Energie aus meinem Morgenritual sitze ich hier und genieße die Zeit, weil mir bewusst ist, wie flüchtig so ein Gefühl ist. Immer nur ein Geschäft auf Zeit, wie der Sand einer Sanduhr im oberen Teil immer weniger wird, so verflüchtigt sich bei mir die positive Energie über Tag, mit andauernden Einflüssen vom Außen. Langsam und stetig geht das. Mir fällt dieser kontinuierliche Schwund im Alltag beim betrachten eines gerade wunderschön blühenden Strauchs am Rand vom Arbeitsweg auf. Am Morgen bleibe ich im Dämmerlicht stehen, schaue die satten Farben, nehme das Bild erfreut mit. Wenn ich am Nachmittag wieder dort lang komme, steht dort derselbe Strauch im gleißenden Sonnenlicht, aber ich sehe ihn anders, selbst wenn ich einen Moment verweile, gefüllt, wie mein Innerstes ist, mit den Eindrücken und Herausforderungen des Tages.

Am Abend setzt sich das fort, auch abseits von den alltäglichen Arbeiten daheim. Das Nachtschattengewächs in mir meldet sich, ebenso der schwarze Vogel, der leise kichert. Geh `du ruhig in die Sonne, sagt er, wir leben ja, Gott sei Dank ,nicht am Polarkreis. Und selbst dort bin ich bei dir … Ok, so soll es sein, denke ich, und lasse den Gefiederten dort, wo er ist. Seine Lieblingsspeisen gebe ich ihm nicht mehr, die Zeit ist vorbei.

Auch die Motive ändern sich, am Abend.

Manch Schönes bleibt auch ein wenig, so wie diese Warte-Zeremonie vor dem großen Fressen. Das ist im übrigen der einzige Sinn und Zweck der beiden Hocker …

Und – weil`s gut ist, gut tut …

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