Stille Stunde

Diese Zeit am frühen Morgen, ich liebe sie, besonders an arbeitsfreien Tagen, zumindest, was die Werktätigkeit angeht. Lilit übrigens auch, sie freut sich, wenn ich die Zeit habe, mit ihr ausgiebig zu kuscheln. Für mich gibt es nichts Entspannenderes, als einfach nur da zu sitzen, dieses Fellknäuel zu streicheln und die Gedanken schweifen zu lassen, zur Ruhe kommen zu lassen. Träume noch einmal anschauen, das eine oder andere hier gelesene noch einmal Revue passieren lassen.

„Kokon“ habe ich gerade gelesen.  Früher hatte ich auch einen, so einen Drogen-induzierten Kokon. Da war ich für mich, im meinem selbst gebautem Ei aus psycho-aktiven Substanzen. Wer oder was schützt und behütet mich heute? Der Mensch-Gewordene ist bei mir, und das war ein verdammt guter Tausch.

„Politische Korrektheit“ habe ich gerade gelesen und war versucht, einen langen Kommentar zu schreiben. Wieder einmal war die Return-Taste mein bester Freund, dafür ist mir meine Energie schlicht zu wertvoll. Politischen Diskussionen ergebe ich mich nicht mehr, schon gar nicht um diese heilige Tageszeit.

Sonst so? Die Schränke sind leer, gleich geht es heraus. Samstag eben.

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Die Uhr an meinem Bett …

… zeigt in der Tat immer noch Sommerzeit, auch, wenn draußen noch kein Schnee liegt. Das Jahr ist alt, die Tage werden immer kürzer. Zeit für Rückschau, Zeit zum inne halten.

Das war vor 33 Jahren auch nicht anders – auch, wenn das nicht ihr bester Song gewesen ist, mag ich ihn doch immer noch sehr.

Ulla Meinecke …

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