Sonntag, 200719

Stille. Die werkfreien Tage laden um innehalten ein. Keine große Reise, nur wenige äußere Reize, Familie, Besinnung auf das wesentliche oder besser das, was ich dafür in dieser Zeit halte.

Gedanken über Gruppen-Zugehörigkeit, Sehnsucht nach Gemeinschaft. Derzeit fühle ich mich von den gewohnten Strukturen  – ja, wie genau – entfremdet, das passt am ehesten. Was bleibt, ist meine Zugehörigkeit zu der Schöpfung, zu meiner höheren Macht, zu meinem Gott. Kosmopolit passt vielleicht auch. Was trägt, ist das Gefühl, im Moment genau richtig zu sein. Viel mit mir allein und dennoch verbunden.

Sonst so? Interessante Botschaft am schwarzen Cafe zu Berlin … Schweigen = Verrat? Kommt auf den Kontext an, lohnt sich auf jeden Fall, drüber nachzudenken.

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Und ja, Sonntag ist auch…

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10 Gedanken zu “Sonntag, 200719

  1. „es kommt eine zeit, in welcher still halten verrat bedeutet“ … so oder ähnlich würde ich den text auf dem banner übersetzen. bin mir aber nicht ganz sicher, ob es so gemeint ist.

    den mannigfachen gruppenzugehörigkeiten kann man in seinem leben kaum entfliehen. wie du habe ich damit (schon immer) probleme, weil mir die meisten zugehörigkeiten aufdoktriniert wurden… und ich außerdem einige dieser gruppen gesinnungsmäßig ablehne: zum beispiel kirche und staat.

    ja, wir sollten den zeitpunkt nicht verpassen, für unsere freiheitsrechte auf die straße zu gehen…

    Gefällt 3 Personen

  2. Hallo Reiner,
    man muss sich frei machen. Ich bin keiner Gruppe zugehörig. Für mich erscheinen manche Menschen zweifelhaft. Muss ich mit ihnen verkehren? Lieber bin ich alleine.
    Arbeit ist zum Glück nach 47 Jahren Vergangenheit. Irgendwann findet man alles unnütz und überflüssig. Man kommt aber dann an den Punkt, dann erledigt man die Arbeit nicht mehr für sich, sondern um der Arbeit willen. Dann wird einem die Arbeit zum Selbstzweck. Man versucht sie so vollkommen wir nur möglich zu tun. Dann befreit man sich durch die Arbeit und erlebt dadurch ganz große unpersönliche Freuden.
    Alles vergeht, nichts bleibt, außer die wahre geistige Zusammengehörigkeit und Liebe. Trotzdem leben wir und versuchen in uns selbst uns von unserer eigenen Umgebung und von unserer persönlichen Welt zu lösen und uns innerlich zu befreien.
    Es gibt natürlich Situationen, da sollte man nicht schweigen. Ich bin ein Gerechtigkeitsfreak. Martin Luther King hatte recht, wenn er sagte, dass Schweigen Verrat bedeutet.
    Herzliche Sonntagsgrüße
    Gisela

    Gefällt 1 Person

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