Nebel

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Diese frühen Stunden, wenn die Kälte der Nacht noch nicht weichen will und die Sonne es schwer hat, den dichten Dunst zu durchdringen. Eine zauberhafte Zeit, in der vieles vorstellbar scheint. Es wäre nicht wirklich überraschend, nun einem Kobold zu begegnen. Wäre da nicht der Bahndamm – Kobolde mögen keine Eisenbahn. Die scheint zu weltlich, zu real. Da ziehen sie sich lieber zurück, in unschuldige Werkshallen, tarnen sich mit Blaumännern und täuschen Kompetenz vor.

Kobolde halt 🙂

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Gib alles !

Ich kann ihn nicht mehr hören, diesen Klinkenputzer-Jargon. Wir sollen brennen, für diese oder jene Sache. Stets nicht nur das Beste geben, sondern eben ALLES. Vorzugsweise Arbeitgeber haben diese Einstellung, verständlich, aber inakzeptabel. Alles geben heißt doch, zu Ende gedacht, es ist am Ende nichts mehr da.

So läuft das nicht. 51% gehören immer mir. Da bin ich sozusagen ein sehr beharrlicher, mehrheitlicher Anteilseigner meiner selbst. Mit den verbleibenden 49% kann ich heute in Ruhe, mit Struktur und Ausdauer meine Aufgaben erledigen, sehr wahrscheinlich um einiges effektiver als jene, die diesen Blödsinn glauben, eben „alles“ geben, damit jede Menge Fehler produzieren und am Ende des Tages sozusagen leer sind. Ausgebrannt, von sich selbst ausgebeutet wird dann Zerstreuung gesucht oder so einiges konsumiert, um die Leere zu füllen, die „Gib alles“ hinterlassen hat.

Ein hoher, mir heute zu hoher Preis. Wer jung und ehrgeizig ist, kommt nicht umhin, an diesem Spiel teilzunehmen, sich mit Haut und Haaren zu verkaufen. Vorteil daran sind die entsprechenden Kraftreserven in jüngeren Jahren – nachteilig sind eben die Energien, die dadurch gebunden werden und somit anderen, wichtigen Lebensthemen nicht zur Verfügung stehen. Hilfreich kann dann sein, sich ein wenig als Bühnendarsteller zu produzieren. Ihnen Futter geben, ohne sich selbst zum Fraß vorwerfen zu lassen.

In dem Sinne …

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