Sonntag, 220619

Doof aufm Ohr, Neugier & Nachhaltigkeit

Es hat Tradition, dass ich abgelegte Mobilphone übernehme, Resteverwerter, der ich sein kann. Und so kam ein Samsung A50 zu mir, zu schade für die Schublade und mit mehr Speicher ausgestattet als mein altes (!) S7. Alles wunderbar, es hat eine Migrations-App, die meine alten Einstellungen auf das neue Phon transferiert. Bis der erste Anruf kommt, es soll ja tatsächlich noch Menschen geben, die lieber reden als schreiben wollten, und das sogar in Echtzeit, also nicht als Sprachnachricht. Klassischer Dialog! Mein Headset hatte ich schon ausprobiert, das ging. Den Lautsprecher am Phon auch, in Ordnung. Wer nun aber weder die Ohrplöppel parat hat noch das versammelte soziale Umfeld an dem Gespräch teilhaben lassen möchte, der muss sich das Brikett ganz altmodisch ans Ohr halten. Und – ich höre kaum was, trotz hektischem Gefummel an dem Lautstärkeschieber. Also laut gestellt und erst mal kurz die Einsamkeit gesucht – und danach frustriert das Phon rückgetauscht. Kommt Zeit, kommt der passende Gedanke, meistens.

Erste Frage – wie heißt das Ding überhaupt, was möglicherweise kaputt sein könnte? Ohrhörer, Ohrmuschel, Ohrlautsprecher, so in der Art. Nächste Frage, wie kriege ich raus, ob das Teil defekt ist, zumal das Phon erstmal keine Simkarte hat? Das Netz verrät eine Samsung-eigene Testfunktion, die man mit *#0*# auf der Telefon-Tastatur aufrufen kann. Eine Menge Felder zum drauf rumdrücken, natürlich alle in englisch. Versuch macht klug und der richtige Button hat die Bezeichnung „Receiver“, woraufhin ein kläglich leiser auf- und abschwellender Prüfton erklingt, Aha, da ist also noch Hoffnung, vielleicht ist das winzige Ding (im Vergleich zur S-Klasse) schlicht nur verdreckt, Ohren können ja ordentliche Keimträger sein. Nächste Frage, wie bekomme ich den Schmand da heraus, ohne die filigrane Technik zu ramponieren? Klebeband, sagt das Netz. Ne olle Zahnbürste, sehr achtsam eingesetzt, sei auch hilfreich. Am besten sei allerdings so genannter Typenreiniger, eine Naturkautschuk-Knetmasse, an der so ziemlich alles hängen bleiben soll. Kann man kaufen, hab ich aber nicht, also versuche ich mich mit Zahnbürste und Klebeband, schön vorsichtig. Siehe da, nach zig Versuchen erscheinen winzige Löcher in dem Spalt, aha. Zur Unterstützung nehme ich den Sauger, auf schwächster Stufe – damit es mir nicht das komplette Teil entkernt. Es folgt ein weiterer Selbsttest und ein WLAN-Probeanruf, siehe da, man brüllt mich regelrecht an.
Gut so.

Sonst so?

Unheimliche Begegnung hier aufm Berg gestern, ein Motorrad wie aus einem Werner-Film, Auf Nachfrage Baujahr 1946, eine uralte Indian, nackt, ohne Farbe, unbeschreiblicher Sound. Musste leider schnell gehen, daher ein wenig unscharf, aber immerhin.

Und – Foto-Session mit Jungkatze, auf mehrfachen Wunsch.
Bitteschön.

8 Gedanken zu “Sonntag, 220619

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