Jeden Tag drei Fragen, Tag 27

  • Wärst Du endgültig zufriedenzustellen ?

Zu Frieden – es wird ruhiger in mir, aus dem Fass ohne Boden ist mit den Jahren ein brauchbares Behältnis geworden. Dennoch glaube ich, dass es endgültigen Frieden (sorry, liebe App, dass ich immer alles so wörtlich nehme) zu Lebzeiten hier auf Erden nicht geben kann. 

  • Hätte aus Dir etwas anderes werden können ?

Na klar. Aus mir hätte sonst was werden können, wenn wir schon wieder in den Konjunktiv abgleiten 😉 Wurde es aber nicht. Alles lief genau so, wie es sein sollte, rückblickend. Was die Hoffnung auf sinnhafte Fortsetzung nährt und eine vage Ahnung der zumindest näheren Zukunft ermöglicht. 

  • Solltest Du dich mehr gehen lassen ?

Boah. Das hatte ich doch alles schon. Man nannte mich auch „den Hefeteig“, so konnte ich mich gehen lassen. Später sollte ich lernen, auch andere gehen zu lassen, was aber wohl nicht Sinn der Frage ist. Wenn man von der allgemeinen Deutung mal absieht – wohin sollte ich mich denn gehen lassen ? Im Sinne von mir selbst etwas erlauben oder weg gehen. Alles in allem gefällt mir mein Da-sein, wenn teils auch ohne wirkliche Alternative. Warum sollte ich mich dann „gehen lassen“ …

*

6 Gedanken zu “Jeden Tag drei Fragen, Tag 27

  1. 1. Zufrieden, in Frieden, nein, ich wahrscheinlich auch nicht. Das ist aber auch nicht mein Ziel, dauerhaft. Das passt für mich zu 3. „Gehen lassen“ . Ich bin solange in Unfrieden, wie ich noch Ziele habe, Progression brauche in meinem Leben. Das ist manchmal ein guter, manchmal ein schädlicher Unfrieden.
    Zu 2. Was Anderes? Vieles. Und häufig wünsche ich mir, ich hätte früher mehr zu mir gestanden und nicht auf die vernünftigen (gierigen) stimmen gehört, die mehr Freiheit, Geld und Unabhängigkeit auf meine Kosten forderten. Ich arbeite daran, meine Neigungen zu leben -siehe hier- und hab halt einen Job. Vielleicht kippt mal der Anteil, das würde mir etwas Frieden geben -siehe 1.
    Liebe Grüße, Alice

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  2. „Wärst du endgültig zufrieden zu stellen?“ Was bitte soll ich denn von dieser Frage halten? Wer, bitte, soll kommen und mich zufrieden stellen? Ich weiß, dass da niemand kommt, außer ich selbst. Und endgültig? Bin ich schon tot? Das ist meine tägliche Aufgabe. So seh ich das.
    zu 2.) Ja, möglich, aber ich habe es nicht möglich machen wollen.
    zu 3.) Ja, auch möglich. wäre es mir wichtig, würde ich es tun.

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  3. „Alles in allem gefällt mir mein Da-sein, wenn teils auch ohne wirkliche Alternative. Warum sollte ich mich dann „gehen lassen“ …“

    Weil wir im gehen lassen, hier im nicht am Da-sein klammern, loslassen zu einem neuen Da-sein kommen können 🙂

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