Pissender Hund mit Punkten
P. und E. sind uralte Freunde, P. kenne ich seit fast einem halben Jahrhundert, und E. seit die beiden ein Paar sind, also auch schon sehr lange. Oft genug ertrugen sie mich, in wechselnden Partnerschaften und sie kennen mich natürlich auch noch aus meinem alten Leben, saufend und anderweitig konsumierend. Wir sehen uns nicht oft – jeder hat seins in Sachen Familie, nicht enden wollender Arbeit und teils auch in gesundheitlichen Beschränkungen – aber wenn, dann ist sie wieder da, die alte Vertrautheit, und zu erzählen gibt es auch immer reichlich.
Die beiden ziehen viel um die Häuser, Trödelmärkte und so, eine Mischung aus Unterhaltung und Schnäppchenjagd. Hin und wieder bringen sie etwas mit, so Vollstaubchen und Stehrumchen mit tieferen (Un-)Sinn, vorausgesetzt, man hat so wie ich die Neigung, in allem irgendeinen Sinn zu vermuten. So wie eben jenen dümmlich dreinschauenden Hund, der sich gerade erleichtert. Und wieder mache ich mir so meine Gedanken. Haben die beiden sich was dabei gedacht und falls, was denn dann? Nachfragen verbietet sich, dann verschwindet die Magie (und die Basis für einen losen Blogeintrag). Also frischauf gemutmaßt und spekuliert!
Kam hin, damals. Diese Gleichgültigkeit, wo und wem ich auf die Schuhe schiffte, hauptsächlich im übertragenen Sinne (gab unrühmliche Ausnahmen im Vollrausch). Authentisch wahrscheinlich auch der geistlose Gesichtsausdruck, die Abwesenheit jeglichen Interesses an was auch immer. Nur die Farbe der Augen, also die hätte mich selbst damals nachdenklich gestimmt. Aber wer weiß, jedenfalls steht der Dauerpisser in der Küche auf einem Ehrenplatz und selbst die Katzen ignorieren ihn. Und mich erinnert er daran, mich gegenwärtig mal wieder melden zu können. Genau – DAS ist der Sinn!
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