Sonntag, 250202

Gerade eben und schon länger her

Gestern hatte Vater Geburtstag. Hier steht ein Webschütz, ein monströses Kellerschloss samt gut gebrauchtem Schlüsselmäpchen. Des weiteren endlose Erinnerungen, nur in meinem Gesicht ablesbar.

Madame trägt heute quergestreift.

Mutter nach morgendlichen Blitzbesuch, bereichert mit Stremel-Lachs, Körnerkäse und Feldsalat auf dem Heimweg.

Und jetzt?

Blauer Sonntag und alle haben besseres zu tun. Das abgerockte Cafe bietet ideales Ambiente für feine antiquariatische Lektüre, frisch angekommen. Zwischen Kirschstreusel, Monsterkaffee und Geschwätz muss ich laut lachen. Stilsicher, ich.

1 Weihnachten 241225

Mutter lebt seit kurzem nebenan, sozusagen. Mit Rollator 20 Minuten Fußweg. Also hole ich sie gestern ab und wir essen lecker. Madame Lilith staunt und freut sich über den seltsamen Menschen mit den drei Beinen. Mutters gummibenupfter Gehstock hat es ihr angetan und Mutter ist angetan von dem gelbäugigen Schildpattkneuel. Sie ist eine ausnehmend soziale Katze und versteht sich mit fast allen Geschöpfen. Der alte Mann ist das antisoziale Gegenstück und schlicht weg, wenn Besuch kommt.

Sozial  – wir erleben ungekannte Seiten an Mutter. Sie nimmt am Leben im Heim Anteil, obgleich zwischendurch immer wieder Trauer über die verlorene Selbstständigkeit durchkommt. Aber, sie hilft anderen wo sie kann und es geht ihr den Umständen entsprechend gut.

Wir sind uns näher gerückt, allemiteinander. Mehr kann man zu Weihnachten und darüber hinaus nicht schenken.

Frohes Fest, auch von oben 👆

Freitag, 241206

Noch jemand zuhause

Ab 60 bekommt man vieles bislang Unbekannte ungefragt. So z.B. seit zwei Jahren regelmäßig Corona-Infekte und dazu noch ne Grippe Anfang diesen Jahres, was mich bewog, mir wieder mal ne Schutzimpfung abzuholen. Und weil ich gerade dabei bin, auch die Grippeschutzimpfung – hinein, Onkel Otto, wenn schon, denn schon. Bisken so wie früher. Verträgt sich miteinander, meinte die Tresendame. Na gut. Was folgte, war ein klapperiger, verfrorener gestriger Tag und eine sehr schwitzige Nacht, nun isses wieder gut. Noch Leben drin, im Immunsystem, das beruhigt. In dem Zusammenhang muss ich an meinen Vater denken. Der kassierte ne Corona-Impfung, ohne sich zu schütteln. Keine Reaktion. So kann das ausschauen, wenn dann.

Überhaupt, Vater. Ich durfte Männer (und auch Frauen, aber deutlich weniger) kennenlernen, die sich in Ultraschallgeschwindigkeit radikalst von ihrem Elternhaus befreiten. Überflieger, die mit Anfang 20 so ziemlich alles durch hatten. Gewalt, Süchte aller Art, Knast, Straße. Die dann irgendwann in immer noch jungen Jahren ihre Spur fanden und fortan frei von alledem leben durften. Diese Menschen haben mich immer staunen lassen und auch ein wenig neidisch gucken. Hätte ich auch gerne so handhaben wollen, der dann möglicherweise gewonnenen Jahre wegen. Aber besser spät als nie.

Passt schon.

Mutter, der Vollständigkeit halber. Sie nimmt teil am neuen Leben im Heim. Besucht Veranstaltungen und erkundet ihre neue Umgebung, obwohl sie die nach wie vor furchtbar findet. Alle Wände beschmiert, die ollen Häuser, gabet in Ronsdorf nicht. Aber immerhin. In der Kantine bekommt sie jetzt aufmerksamst einen im Vergleich gut gefüllten Teller, man hat ihren gesegeten Appetit erkannt. Ungefragt wird auch regelmäßig der Suppenlöffel bereit gelegt (kriegt nicht jeder, meine Suppe ess ich nicht, man kennt das). Heute gab es so eine pürierte Erbsensuppe, wie Quäker-Speise, sagt sie. Quäker – ich muss an AA sowie Pfarrer Kappes denken, an so vieles, was ich über die Quäker gelesen haben. Sie waren die ersten, die den verhassten Deutschen `46 geholfen haben, auch meiner Mutter, die als 11-Jährige in der Schule von ihnen Essen bekam.

@Quäker – in Deutschland eine winzige religiöse Minderheit von ca. 250 Menschen. Vier davon in Wuppertal (wo auch sonst). Es gibt weltweit drei große Strömungen von Quäkern. Ultra-religiöse evangelikale, manchmal auch kreationistische Freikirchler auf der einen Seite (vorzugsweise in Amerika). In der Mitte Bibel-orientierte Quäker, ohne dieses Buch wortwörtlich zu nehmen. Und den mir so symphatischen liberalen Flügel, der sich als interreligiös betrachtet und aus allen Weltreligionen das Beste schöpfen möchte. Was sich auch mit dem Christentum vereinbaren lässt, wie der Pfarrer Kappes damals bewiesen hat. Die Handvoll Wuppertaler Freunde treffen sich regelmäßig zur Messe, leider Sonntags genau um die Zeit, wenn die Liebste und ich rituell frühstücken. Irgendwann komme ich mal dahin, neugierig bin ich schon.

Donnerstag, 241031

Zimmer frei

Mutter zieht heute in einer Woche kurzfristig in das Heim der Wahl und ich bin gut beschäftigt, zurückhaltend formuliert. Darum werde ich mich hier bis auf weiteres etwas dünn machen.

Angst. Angst nicht zu genügen, alter Scheiß raubt mir die Nachtruhe. Allmählich wird mir klar, wie tief so manches noch sitzt. Dabei weiß ich, ich kann strukturiert auch Großes herunterarbeiten, kann unterscheiden was „dran“ ist, was wichtig ist, was noch Zeit hat. Und dennoch sitzt sie mir im Nacken, die Angst. Ich möchte nicht perfekt, aber wenigstens verbindlich sein, leider sind nicht alle so unterwegs. Immer wieder Pläne kurzfristig ändern, umdisponieren, geistig beweglich bleiben und diese Scheißangst aushalten. Beten hilft dabei. Dankbarkeit für das, was gelingt, auch. Der Kopf weiß das alles, allein der Bauch will es fühlen und kann manchmal nicht. Also auf das Nächstliegende konzentrieren und Zerstreuung meiden.

Wir bleiben uns gewogen, auf bald oder zwischendurch 👋

Donnerstag, 241003

Netzfund

Hör auf, dich mit Dingen zu beschäftigen, die nicht wirklich für dich sind. Du hältst dich selbst zurück von allem, was ist,  was dir dein Leben erfüllen kann.

Ich denke drüber nach.

Auf Threads wurde von der englischsprachigen Kommunity pünktlich zum Tag der deutschen Einheit gefragt, was denn wohl das absolute No-Go bei einem Besuch unseres schönen Landes sei. Unter mehreren hundert Antworten (die ich natürlich nicht alle lesen konnte) sind mir drei mit sehr hohen Like-Zahlen in Erinnerung geblieben:

Auf die falsche Weise draußen ein Taxi rufen (ein Arm zu hoch)

Socken in Sandalen

Öffentliche Solidarität mit den Palästinensern äußern/zeigen

Sonst so?

Heute ist Ruhetag und morgen Kampftag mit Mutter (einkaufen, Arztbesuch, Sparkasse). Am herausfordernsten dürfte der Arztbesuch werden.Erste Etage, steile Treppe,  auf der Heerscharen von Greisen vor der Anmeldung warten. Und wehe, man möchte vorbei, um nur mal eben die Gesundheits-Karte fürs neue Quartal frisch zu machen, auf dass die laufenden Verordnungen weitergehen können. Ein Job, den normalerweise der Pflegedienst übernimmt. Normalerweise.

Wehe also, dann wird gepöbelt, dann werden Krückstöcke in boshafter Absicht geschwungen, dann wird mit Blicken gemordet. Bisken mehr Respekt, möchte ich ihnen dann zujubeln, immerhin halte ich euch schon teils Jahrzehnte lang am fressen. Mache ich natürlich nicht, erstens, weil ich in Begleitung eines ebensolchen, wenn auch friedfertigeren Exemplares bin, zweitens, weil ich ein geduldiger und friedvoller Mensch bin, oder besser, sein möchte.

Geduld und Gelassenheit also 🙏

Sonntag, 240901

Diese Woche gab es einen Anruf des Einrichtung in der Nähe, die für uns auch erste Wahl darstellt, sowie eine Verabredung zum gegenseitigen Kennenlernen nächste Woche. Ich möchte Mutter hier in der Nähe haben, wäre gut, wenn es dort gehen würde, der Ruf ist ein guter.

In meinem Kopf gerät einiges durcheinander. Wie all dies, was da auf mich zukommt, wenn auch weder plötzlich noch unerwartet, mit meiner Werktätigkeit vereinbar sein könnte. Erst einmal lade ich Formulare von der Website der Einrichtung herunter. So stumpfe PDF-Dinger ohne interaktive Felder zum online-ausfüllen. Ich mag keine handschriftlichen Ausfüllaktionen in meist viel zu kleinen Vorgabefeldern, verbunden mit dem Risiko von Zahlendrehern oder gewissen Unleserlichkeiten. Da bin ich Pedant. Adobe pro scheidet aus Kostengründen aus, knapp 300 € Jahreslizenz ist was für Leute, die beabsichtigen, damit Geld zu verdienen. Fürs Phon gibt es eine weit kostengünstigere Alternative, nennt sich PDF EXTRA, gibt es im Store und kostet nur 42€ im Jahr. Nach anfänglichen Umhergeholpere komme ich jetzt gut damit klar. Der Antrag ist fein ausgefüllt und bereits von Mutter unterschrieben, ein ärztliches Attest vorbereitet, durchgesprochen und dünn mit Bleistift vorausgefüllt.

Die Zeit ist reif, Mutter hat sich innerlich von ihrem alten Leben verabschiedet. Es wird einfach nicht mehr besser, soviel ist klar. Gute Sache, das selbst einzusehen, dann gibt es noch eine kleine Wahl. Ich derweil bereite vor und freunde mich soweit möglich mit dem an, was da kommt. Finanzen sind ein sehr großes Thema, in allen möglichen Belangen. Die unvermeidliche Wohnungsauflösung ebenso, früher oder später. Mit Wartezeit müssen wir rechnen, das wird möglicherweise nächste Woche schon klarer werden.

Derweil bete ich um Struktur und Gerichtetheit, Nerven und Geduld. Bin bei dir, spüre ich. Die Liebste auch, die das alles bereits vor langer Zeit hinter sich bringen musste, wenn auch in etwas anderer Form. Eines nach dem anderen, das wichtigste zuerst. Alles in allem fühlt es sich um Längen unaufgeregter an als das Ende meines Vaters vor fast zwei Jahren.

Jetzt gerade zieht ein feiner Curry-Knoblauch-Duft die Wohnung, vom gerade vorbereiteten Gemüseauflauf mit saisonalen langen Angeberbohnen für heute Abend. Jede Maschine braucht Pflege, jeder Mensch gutes Futter. Kann ich.

Paar Kiezbildchen dieser Tage, ich liebe so Gegenlichtdinger.
Wuppertal Nordstadt & Monte Petrol.

240806 – Drabble-Dienstag

Dieser Eintrag ist Teil vom Drabble-Dienstag, der momentan von der Puzzleblume ausgerichtet wird. Danke dafür!

Die Regeln: 100 Worte, die drei Vorgegebenen müssen mit rein, dürfen nach Herzenslust gebeugt, aber nicht durch Synonyme ersetzt werden. Überschriften, Triggerwarnungen, Fußnoten und dergleichen zählen nicht mit.

Die Vorgabe lautet heute: Arme + abfahren + schuldbewusst

Sie sieht den Zug noch gerade eben abfahren. 3 Stunden Wartezeit, denkt sie, während sie ihr Gepäck auf die staubige Bank absetzt und sich die schmerzenden Arme massiert. Kein WLAN, kein Netz, rein gar nichts gibt es hier, irgendwo im Nirgendwo. Der schmuddelige Bahnhof gäbe eine gute Kulisse für „12 Uhr Mittags“ in Neuauflage ab.

Wäre ihre Mutter nicht so alt, nie hätte es sie hierher verschlagen. Es hatte Wiedersehensfreude, aber auch die üblichen subtilen Vorwürfe, die sie wenig schuldbewusst wegsteckte. Immerhin war Mutter versorgt. Dass sie ihr nicht verzeihen konnte, war ihre Sache. Hätte sie ihr zuliebe bleiben sollen?

Sonntag, 230910

Oder eigentlich eher die Nachlese zum gestrigen Samstag. Nachdem wir Mutter zum absolut Rollator-gerechtem Berger Hof gefahren haben (für Familien mit Kindern schon eher Klasse) und dann andernorts üppig Mittag machten, ging es für mich auf die Couch, Grüße vom Suppenkoma.

Netter älterer Herr mit lustig Hütchen im Maisfeld …

Um den Tag dann doch noch anderweitig Sinn zu geben, beschlossen wir, sinnlos zu reisen, wie so oft unter Nutzung der Öffentlichen. Mit dem Bus nach Hattingen, hattich schon mal bebildert berichtet, es hat dort eine plüschige Altstadt mit Eiscafes und so. Auf der Rückfahrt dann ließen mir die Stoffbezüge der S-Bahn dann keine Ruhe, vielleicht kennt das jemand, alles mögliche ist irgendwie selbsterklärend, bis auf ein Detail. Darüber wird gesonnen und gesonnen und irgendwie kommt nichts bei heraus, außer Unfug, der zwar zur Tagesqualität passt, aber eben keinen Sinn ergibt.

Der Nerd hinten links ist bildhafter Beifang – ein Zeitungsleser! Und verdächtig hat er sich auch gemacht, nicht wegen seiner schuhlosen Füße auf der gegenüber liegenden Sitzbank, nein, der schnitt tatsächlich Sachen aus der Zeitung, so wie früher die Verfasser von anonymen Briefen. Ach, meine Phantasie …

Nein, es soll ja um die Zeichen auf dem Bezug gehen. Ich tippe mal auf schön regionale Bezüge, um Touris gedanklich anzuregen oder quengelnde Kinder auf lehrreiche Fragen zu fokussieren. Irgendwie alles typisch bergisches Land – da hat es Fabriken, viel Wasser, Getreideähren, Die Sonne, Windräder, Herzileins und selbst den Elefanten kann man noch durchgehen lassen. Nein, es geht um unten hervorgehobenes Symbol, das ich nicht eingeordnet bekomme:

Was könnte das nur sein?? Für ein Zahnrad isses zu verunglückt schief. Ein Torx-Schraubenkopf fällt mir noch ein, als technisch versierter Mensch, macht aber in Sachen Regionalbezug nicht wirklich Sinn. Irgendwo im Hinterkopf meint der Gehörnte irgendwas von einem lädierten Anus, was natürlich auch völliger Quatsch ist, und Arschlöcher aller Couleur gibt es schließlich auf der ganzen Welt.

Also, wer kann mir weiterhelfen 😉​ ?

Freitag, 230818

Es ist tatsächlich ein Frei-Tag, immerhin. Ich schlafe aus, für meine Verhältnisse unglaubliche 7 Stunden beinahe am Stück, mit wüsten Träumen gespickt. Das Langfellmädchen will sich überhaupt mal gar nicht kämmen lassen, ich gebe auf und sage, ok, hast gewonnen. Ist nicht ihre Zeit und außerdem laufen auf der Liebsten PC schon nervöse Frühstückskrawalloserien mit Stoßfeuer, Knochenbrechen und so. Hat halt jeder so seine Tageseinstimmung.

Badezimmer – ich starte die Quetsche, in der Hoffnung auf informative Unterhaltung. Die ersten beiden Worte, die ich höre, sind Russland und Nordkorea. Die Entscheidung, lautlos Fassadenputz zu betreiben, kommt reflexhaft. Ich kann diese Scheiße nicht mehr hören. Macht doch einfach, beendet unser aller Dasein hier oder lasst es besser sein, aber hört auf, ständig darüber zu quatschen.

Heute ist also ein Arbeits-freier Tag. Zumindest, was den Brotjob angeht. Darüber hinaus ist es ein Mutterherumfahressengeh- und Klamottenzurdiakonierfahrhausarbeitstag. Beides hat seine Dringlichkeit und seine Berechtigung, sicher. Von hinten schleicht sich eine Frage an, wann ich denn das letzte Mal so richtig etwas für mich getan hätte. Ach geh, hau ab, jetzt gerade zum Beispiel schreibe ich den ganzen Sermon ins Netz, mir zur Erleichterung und anderen zur Unterhaltung, ist doch schon mal etwas, oder? Win-win auf neudeutsch.

Von wegen Sermon, wo ich gerade dabei bin: Der Wunsch, den Brotjob zu himmeln, wird zunehmend stärker. 45 Jahre Öldreck, Werkstattflair, Lärm und zumindest phasenweise Extremdummheiten reichen, allein der Weg da raus ist unklar. Was Hoffnung macht – immer wenn ich über längeren Zeitraum Ohnmacht fühlen sollte, wurden mir irgendwann Entscheidungen abgenommen. Hier, hast du, und jetzt werde endlich glücklich! Gestern zum Beispiel war von angesteuerten Eisbergen und schlimmen Zahlen die Rede. Das macht Hoffnung, zumindest für mich. Alle anderen sehen das natürlich anders, was ich mehr als gut verstehen kann. Die einen sind zu jung, manch andere brauchen selbst Brotjobs für ihr Ego. Geld braucht darüber hinaus jeder und Mischformen aller Art sind dito existent.

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Schluss jetzt mit Sermon, andere schreiben wirklich hübsche Lyrik. Hier ein wunderschönes Fundstückgedicht über nächtliche Lobpreisungen und so. Zu lesen ist es bei Frau Laengle und natürlich Danke, Frau Sharon Olds für die gelungene Urheberschaft. Zu hören isses hier.

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Donnerstag, 230713

Sollen wirklich alle Dämme brechen? Ist Kernschmelze aushaltbar? Im Grunde reicht der liebevolle Blick. Den Menschen am Stück anzunehmen. Wobei miteinander reden nicht schadet, meistens. Wenn man mitbekommt, ab wann besser geschwiegen werden sollte.

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Wir nutzen die gut 6 Minuten am frühen Morgen, meine Mitfahrerin und ich. Wie gehts, gut geschlafen, und so kommt eigentlich jeden Tag ein kleiner Dialog zustande. Manchmal holpert die Verständigung, die Umlaute und so, vor allem die mit den Pünktchen. Dazu kommt die frühe Stunde, meine temporäre geistige Trägheit sowie gewisse straßenverkehrstechnische Herausforderungen, aber mit ein wenig Phantasie und dem wiederholten einsetzen mehrerer Begriffe findet sich immer der passende Sinn.

Dann wieder sind die Dinge klar, kurz und bündig umschrieben. Was ihr wichtig ist, passt in wenige Worte, deren Reihenfolge alles andere als beliebig ist.

Mein Gott
Meine Kinder
Mein Mann

Sie erzählt von ihrem Großen und dass die Mama für alle Söhne immer die erste Liebe sei. Das sitzt, bei einem wie mir, der aus einer zumindest in Teilen dysfunktionalen Familie stammt, wie es heute heißt. Sie leiert keine Stereotype herunter, wenn sie so etwas sagt, sie strahlt innerlich und äußerlich dabei, was mich schwer beeindruckt und mir das Gefühl gibt, noch viel lernen zu können.

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