Gibt es den, zu Lebzeiten? Im Außen ja und nein, der Zustand der Welt spricht Bände. Innen – da, wo ich etwas tun kann, selbst da spüre ich nur ab und zu einen Hauch davon. Durchgängiger Frieden ist wohl nicht für uns vorgesehen, auch wenn Religionen dies glauben machen wollen.
Klingt wenig hoffnungsfroh, aber so ist es nicht gemeint. Hauptsache, die Richtung stimmt. Suche ich Frieden in mir alltäglich, trage ich diesen auch ein wenig nach außen. Bei mir kann ich anfangen.
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Zum mitschreiben – Jeden Tag eine Stufe?
112 Stufen hat die Holsteiner Treppe in Wuppertal, verteilt auf 9 Absätze. Seit Jahren sind sie im Rahmen eines Kunstprojektes in bunt gehalten und eine jede ist mit einem Begriff, einem Wort beschriftet.
Alles geschieht wie von mir gedacht. Nach Jahren beidseitigen Ausblutens scheint ein Ende in Sichtweite. Weil mittlerweile im weißen Haus wie im Kreml zwei Männer gleicher Güte regieren (was nichts über die Qualität dessen aussagt). Nicht nur das Schicksal der Ukraine wird von denen bestimmt, die Substanz aufweisen können. Europa hat keine Substanz, weder im militärischen noch im monetären Sinne, und ich weiß nicht, ob ich mir dies angesichts der geschichtlichen Erfahrungen wünschen soll. Was ich mir wünsche, ist, dass das Sterben ein Ende nimmt, auf beiden Seiten.
Eine EU-Mitgliedschaft ist aus russischer Sicht eine richtig gute Idee. Sollen die doch den Scheiß aufräumen. Danke nein, finde ich. Die EU ist aufgebläht genug und spricht stets mit vielerlei unterschiedlicher Stimmen, da braucht es nicht noch eine weitere.
Win-Win-Ergebnis aus russisch-amerkanischer Sicht könnte sein, seltene Erden gegen Aufhebung der Sanktionen gegen Russland und ein endgültiger Nato-Beitrittsverzicht der Ukraine. Hätte der Westen das eher verstanden, wären möglicherweise noch zigtausende Menschen unter uns. Die Ukraine? Fragt niemand, mangels Substanz. Das ist weder gerecht noch fair, war aber schon immer so, auch, wenn das unserer moralisch so aufgeladenen Gesellschaft nicht passt. Wie gesagt, Hauptsache, das Sterben nimmt ein Ende.
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Substanzlos 2
Einkaufen mit Mutter. Mir wurde wieder einmal drastisch klar, was alt werden bedeuten kann. Hosen, Pulli und Schuhe sollten es sein. Bestellerei schied aus Mutters Sicht aus, derweil gewisse Mitbewohnerinnen schlecht sitzendes Zeug erwarben und dies mit diversen Tüchern und Schals kaschieren mussten. Geht nicht, Eitelkeit altert nicht, also ab in die Stadt.
Was für ein Werk. Vier Stunden in zwei Läden, Hosen an, Hosen aus, Schuhe an, Schuhe aus, und jedesmal Mutter hochhelfen bzw. den Stiefelknecht machen. Pullis waren etwas unkomplizierter, immerhin. Am Ende geht es erschöpft zum essen und anschließend noch in die Eisdiele. Mutter ordert nach einer reichhaltigen Mahlzeit noch einen 10€-Eisbecher in XXL-Siegerpokalgröße. Den allerdings mussten wir uns am Ende teilen. Hauptsache, sie hat Klamotten und ist mir nicht umgefallen.
Ein Kommentar von mir andernorts, der zu einem kleinen eigenen Eintrag taugt. Natürlich lässt sich damit kein Hofreitender überzeugen, darum geht es mir auch nicht. Vielleicht eher ein Versuch der Priorisierung und eine ganz klares Statement meinerseits gegen jede Waffenlieferungen an kriegsführende Länder außerhalb der Nato.
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Liebe D.,
auch ich glaube an das innere Licht, das jedem Menschen innewohnt. Der kleineste gemeinsame Nenner aller gläubigen Menschen. Auch ich weiß, wie mühselig die Suche danach war und teils immer noch ist. Aber es wärmt und zeigt die Richtung.
Meine Eltern waren 1945 10 bzw. 11 Jahre jung. Kriegskinder, die erste Generation nach den Tätern. Sie sollten für ihr ganzes Leben gezeichnet sein. Auch ich als Angehöriger der so genannten Kriegsenkelgeneration bekam das zu spüren. Wie sonst träumt ein Kleinkind regelmäßig nachts von Feuer, ohne je solchem ausgesetzt gewesen zu sein? Meine letztendlich erfolglose „Therapie“ waren 22 Jahre Alkohol- und Drogenmissbrauch, bevor ich kapitulieren durfte. Mein Sohn gehört mit seinen fast 29 Jahren der ersten, beinahe unbelasteten Generation an. Drei Generationen – so lang dauert es, die Folgen eines Krieges zu überwinden.
Heute scheint mir, all dies ist vergessen worden. Die Mehrheit priorisiert mit gutem Grund ihren Lohn und Brot, andere das Klima und den Naturschutz, und sehr viele fürchten sich vor den Heerscharen Entwurzelter, die in ihrer Not hierher kommen möchten. Über den Frieden machen sich vergleichsweise wenige Gedanken, allenfalls dann, wenn mal wieder jemand massiv mit Massenvernichtung droht. Mir scheint, sie alle wissen nicht, dass der Frieden oberste Priorität haben muss. Ohne ihn gibt es keine Arbeit, keinen Naturschutz und die Masse der Flüchtigen wird noch anschwellen. Möge dies im Bewusstsein mancher Säbelrassler mehr Raum einnehmen.
Köln Hauptbahnhof. Der Zug kommt und fährt pünktlich, was ich erwähnenswert finde. Eine Gruppe Bier-seliger Fußball-Fans steigt mit ein, lautstark, aber friedlich. Der Geräuschpegel ist enorm. Mittlerweile habe ich mich an die vielen Menschen gewöhnt, was bei mir immer eine Weile dauert.
Fast jeder schaut in sein Phon, ich nicht, bin gut damit beschäftigt, die vielfältigen Eindrücke rund um uns herum wahrzunehmen und währenddessen in Frieden bei mir zu bleiben. Es ist voll, zwei schwarze Mädchen setzen sich zu uns, die neben mir macht sich sofort dicht an meiner Seite weiter unten zu schaffen. Eine Steckdose für ihr Ladegerät, ok. Sorry, sagt sie und grinst.
Opladen steigt ein Junge aus, Typ Shit steht in riesigen Buchstaben hinten auf seinem Shirt. Was für ein Statement, denke ich und grinse angesichts meines eigenen Outfits. Schwarzes Shirt mit großem Kinski-Konterfei – Fun? There is no Fun. Typ böser alter weißer Mann, der manchmal Sachen sagt, die heute unsagbar sind und über Scherze lachen kann, die heute nicht mehr lustig sind. Aber in Frieden mit mir und Kinski kennen viele Kinder eh nicht mehr.
Die lauten rot-weißen Zeitgenossen steigen aus, umgehend kehrt Ruhe ein. Die letzten sind noch im Zug, da sehe ich die ersten beiden pissend am Bahnhofszaun stehen. Voll die Blase und groß die Not, kenne ich aus längst vergangenen Tagen, ohne Fußball, aber in vergleichbaren Zuständen.
Zwei Reihen vor mir sitzt ein Kerl, schaut wie alle anderen in sein Phon. Ich sehe nur sein Spiegelbild im Zugfenster, er schaut aus, als würde er nur mühsam seine Tränen zurückhalten. Schlechte Nachrichten, denke ich, oder irgendwas sonstig anrührendes. Ich mag Menschen, denen man ansieht, wie es ihnen geht, auch wenn es offensichtlich nicht gut geht.
Und wieder daheim, Kiez, Katzen, Kissen im Rücken. Ein guter Tag.
Folgender Eintrag ist Teil von Christianes Schreibeinladung. Maximal 300 Worte mit „Horizont – kleinkariert – eintreten„.
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Ein unrasierter Windsonntag mit Kopfweh, wahrscheinlich von der schlechten Luft gestern Abend in der Gaststätte, die dem Hungrigen schon beim eintreten entgegenwabert. Der Treff mit den Freunden ist dagegen mehr wert als jede frische Luft, sei es drum.
Das schreiben fällt gerade nicht leicht, die Worte fließen nicht so wie sonst, zu viel der Logik, der Worte, zu schmal die Brücke zum Gefühl. Andernorts sichere ich nach und nach Blogeinträge. Das mache ich auch mit der kompletten Datenbank, an der ich im Gegensatz zu hier die vollen Rechte habe. Ich sichere über die PDF-Druckfunktion, das dauert, aber alles bleibt frei lesbar erhalten, alle Hyperlinks, die mitunter zum Verständnis wichtig sind, ebenso alle Bilder. Wer nach mir hat schon Interesse an einer WordPress-Datenbank, die nur mit einigem Wissen auch offline lesbar gemacht werden kann? Manches Geschriebene kommt mir im Nachgang nicht gerade kleinkariert, aber teils sehr oberflächlich vor. Spricht für eine geänderte Zeitqualität.
Es tut sich etwas. Ich möchte aufräumen, es gibt ein Ziel, der Umbau eines Zimmers hier. Dort steht ein großes, fein abgedecktes Werkzeugregal, das muss fort. Verschließbare und wasserdichte Boxen für den Keller müssen besorgt werden, Platz für eben jene muss geschaffen werden, Sachen entsorgt werden. So viel Ballast aus vergangenen Zeiten kann weg, auf dass der Horizont wieder besser zu sehen sein wird.
Kleine, aber feine Änderung – ich habe es getan, bin seit einiger Zeit Spotify-Kunde. Und so läuft immer weniger Radio (ich kann die Nachrichten nicht mehr gut ertragen), dafür mehr Sachen für das Herz. Bach, Beethoven ebenso wie klassischer Rock, je nach Stimmungslage. Und – Mensch erinnert sich an längst vergangene Zeiten, in denen auch Krieg unter den Menschen herrschte. Den habe ich mir friedlich gesoffen, was heute nicht mehr geht. Aber – Schönes bleibt, und so läuft Reggae, gerade der Yellowman, rauf und runter.
Nebenan bei meiner hoch geschätzten Blog-Freundin Christine läuft so etwas wie eine konzertierte Aktion in Sachen Frieden. Da darf ein jeder, der sich berufen fühlt, seinen Teil zu beitragen, nicht nur musikalisch, auch sonst wie, je nach Talentlage. Nun kann ich nicht gut dichten und singen überhaupt mal gar nicht, aber Worte kann ich, vorzugsweise geschrieben, weil da in der Regel (der Weise ist sich nie sicher) mehr Zeit zum vorherigen Nachdenken zur Verfügung steht.
Wohlan, hier also mein Beitrag dazu. Die Form mag humoristisch erscheinen, der Inhalt ist es sicher nicht.
Also – ich arbeite bekanntermaßen in einer Fabrik. Da werden eine Menge sinnhafter Dinge produziert, die in großen Kisten umherstehen oder gefahren werden. Manchmal fällt aus so eine Behältnis etwas heraus und bleibt achtlos auf dem Boden liegen, bis irgendwer sich berufen fühlt, die Bude zu fegen. Oder, wenn einer schneller als der Besen ist und zudem noch in tiefer Demut den Blick auf den Boden gerichtet hat. So wie ich zum Beispiel, der solcherart Dinge manchmal aufhebt, sie gedankenverloren betrachtet und sie allermeist wieder in den dafür vorgesehenen Behälter befördert, ordnungsliebend, wie ich bin. Hin und wieder allerdings stecke ich mir so ein Artefakt ein, erinnert es mich doch an was auch immer. So wie neulich eben, und nun erfüllt mich tiefe Freude, dass dieses alberne Selfie unten doch noch einen Sinn macht.
Dies ist also mein Beitrag zu Christines Aufruf. Ein bildhaftes Statement an alles, die es angeht. Das sind in allererster Linie die, welche glauben, Gewalt sei tatsächlich eine Lösung, egal, auf welcher Seite sie stehen. Es ist auch eine Botschaft an jene, die unter dem Deckmantel der Freiheit andere Völker verführen, um ihren eigenen Machtbereich zu erweitern. Es ist eine Botschaft an alle, denen nicht klar zu sein scheint, dass mit jeder Granate, mit jedem sinnlos geopferten Menschenleben das einzige, was wirklich friedensschaffend wirken kann, auf Generationen zerstört wird – gegenseitiges Vertrauen!
Anatomische Grundkenntnisse sind bei der Deutung des Bildes sicher hilfreich 😉
Heute ist Neujahr, jedenfalls in China. Das heißt, das Wassertigerjahr 2022 ist endgültig Geschichte, nun folgt das Jahr des Hasen, dito im Element Wasser, eine Kombi, die im alten China für Harmonie und Friedfertigkeit steht. Kann die Welt gut gebrauchen.
Von Wegen Frieden. Sie liefern Waffen in ein Kriegsgebiet außerhalb der Nato, was das Zeug, die Fabriken hergeben. Die Kinder derer, mit denen ich Anfang der 80er im Bonner Hofgarten gegen die Hochrüstung demonstriert habe, schreien derzeit mit am lautesten, gemeinsam mit der Göbbelsschnautze dem populistischen Kopf der Union. Verunglimpfen einen Kanzler, der all dies nicht frei drehen lassen möchte. Nein, ich bin nicht solidarisch mit dem Staat Ukraine, als Nicht-Nato-Mitglied, warum sollte ich. Mein Herz gehört den armen Menschen, die aus den nasskalten, zerbombten Kellerlöchern hier her kommen, nicht dem Staat.
Unser Kanzler wäre klug beraten, würde er endlich sagen, was hinter seinem Zögern steht, meiner Meinung nach. Dem ukrainischen Staat eben genau soviel zukommen lassen, um den derzeitigen Frontverlauf zu halten, um zu verhindern, dass russisches Militär noch mehr Land besetzt. Vermutlich ist er derzeit einer der wenigen, der sich vorzustellen vermag, was geschieht, wenn die Atommacht Russland vollständig aus der Ukraine vertrieben würde, so wünschenswert das auch ist. Meine Hoffnung ist, dass dieser Konflikt am Verhandlungstisch gelöst wird, unter Einbeziehung aller Beteiligten, also auch der Amerikaner. Wenn der Blutzoll allerseits endlich hoch genug ist.
Dein Wille geschehe, wieder einmal mehr.
Und – für alle, die mich jetzt rechts verorten: Nein, bin ich nicht. Die AfD ist als faschistische Partei für mich nicht wählbar, aus meinem christlichen Selbstverständnis sowie aus meiner unseligen Familiengeschichte heraus. Die regierenden Parteien sowie die Union sind es ebenso wenig, aus anderen Gründen. Bleibt also nicht mehr viel übrig. Ich arbeite daran.
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Sonst so: Wieder einmal Neumond. Ob der jetzt was für mein derzeitiges Plattsein kann oder ob es schlicht die auslaufende Woche als Ganzes war, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich den gestrigen Nachmittag horizontal verbracht, die einzig sinnvolle Beschäftigung im Anschluss daran war die Zubereitung eines leckeren Ofengemüses, mit viel Schwarzwurzeln, Möhren und Knoblauch, unter anderen. Was spät genossen eine unruhige Nacht nach sich zog, sei`s drum.
Zum Schluss noch Musik, um auf andere Gedanken zu kommen. Ein Filmchen, das zum träumen einlädt, zu einer Flucht in eine Vergangenheit, die es so nicht gegeben hat, aber hätte geben können.
Wie beginnt man am besten seinen Tag? In perfekter Harmonie ist machbar, zumindest, solange man auf keinen anderen Menschen trifft. Was nicht so ganz realitätsnah ist. Also kommt früher oder später der Lackmustest der eigenen Friedfertigkeit.
Gestern war so ein Tag. Der begann mit Lektüre über wu wei, der daoistischen Lehre vom intuitiven handeln oder vom natürlichen Lauf der Dinge, den man besser nicht stören sollte. Das geschieht eh meist von allein, also von außen zunächst, trifft aufs angepisste Ego und schon war es das, mit der Harmonie. So geschehen gestern (Milieustudie!) mit meinem Lieblingskollegen (auch das relativiert sich beim durchzählen, derweil wir nur zu zweit sind), der mich Gott sei Dank lange genug kennt, um mich nicht gleich umzuhauen. Nee, ernsthaft, er ist ein Guter, der Kollege. Wir kennen uns fast 28 Jahre ohne größere Gemetzel.
Also besser den Tag krawallig beginnen, mit spiritueller Luft nach oben, frei nach dem Motto Das-Beste-zum-Schluss? Kann auch nach hinten losgehen, oder besser nach unten, da ist bekanntlich immer Luft. Also frisch auf, allen Aberglauben zum Trotz.
Es regnet, ein gutes Wetter zum ruhen, zum nachspüren, zum Frieden finden. Wenn die Betriebsamkeit allmählich nachlässt, steigt einiges nach oben. Eigentlich auch eine gute Zeit für Hausarbeit, aber die ist immer so laut und die Katzen schlafen so schön. Also lieber am PC sitzen, lesend, schreibend.
Blau
Blau scheint uns der Himmel und das Wasser, in dem sich der Himmel spiegelt. Blau ist auch die Urne meines Vaters, dessen Leben, so oft er konnte, am liebsten draußen stattfand. Fast schmucklos, nur mit einem kleinen silbernen Vogel drapiert. Passt zum Himmel und zum Wasser. Und so auch zu meinem Vater.
Blau war einmal ein beliebter Zustand, das ist lange her. Der letztendlich erfolglose Versuch, irgendwie heimzukommen, vorbei an die innere Leere, vorbei an dem Verstand, vorbei an der Verlassenheit. Blau ist auch abseits vom Rausch ein Gefühl. Tiefe fällt mir ein, eins-sein. Man sagt, Blau sei eine kalte Farbe und doch denke ich irgendwie an Geborgenheit, wenn ich mir die Stille der Ozeane vorstelle.
Abtauchen …
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PS: Da war doch noch was
Ich möchte mich mit dir über deine Zukunft unterhalten 😀
Es heißt, in der Stille findet sich Frieden. Das kann sein, muss aber nicht. Heute früh zum Beispiel war ich um halb Sechs hellwach, konditioniert auf frühe Leistung und durcheinander von der unsäglichen Zeitumstellung. Keiner will sie, aber alle machen mit, weil man sich nicht einigen kann, ob denn nun das ganze Jahr Sommerzeit oder Winterzeit sein soll. So langsam isses mir scheißegal, Hauptsache ihr macht etwas. EU – ist ja berüchtigt für ihre grandiosen Kompromisse, darf es vielleicht eine halbe Stunde vor sein, im Frühjahr? Dann ist einmal so richtig Punk, bis auch der Letze geschnallt hat, wie spät es ist, und dann ruht still der See, stumm vor Glück. Boah … und ja, ich bin überzeugter Europäer und Weltenbürger. Wer fair und mit möglichst wenig Protektion Handel betreibt, bringt sich zumindest nicht so schnell gegenseitig um. Hat sich ja irgendwie bewährt, zumindest, was den Handel und das umbringen angeht. Von Moral und gemeinsamen Werten sollten sie allerdings angesichts der zahllosen unmenschlichen Zustände an den Rändern aufhören zu reden.
Eine „bessere Welt“ – ich glaube daran, dass sie möglich ist. Graswurzelarbeit, damit fängt es an. Hier vor Ort, mit der eigenen Sippe, den Nebenanskies, dem Scheff, dem Vermieter. Und vorneweg mit dem eigenen Selbstverständnis, „wie dich selbst“ und so weiter. Nur heute, da darf man eine kleine Ausnahme machen, ist ja Halloween. Danke für den genialen Netzfund, Marion.
Und noch etwas zur Feier des Tages, ein gekonnter Mix aus Allmachtsphantasien vom Feinsten, Macho-Gehabe sowie spezieller Ausgeh-Kultur. Wenn schon, denn schon.