26 & 12
So Zahlen. Heute vor 26 Jahren habe ich letztmalig gesoffen.
Und die 12? Noch 12 Monate, dann gehe ich in den Ruhestand. Außer, die Politik cancelt die „Rente mit 63“, die in meinem Fall Dynamik-bedingt bei 64/9 liegt. Sollte ich die dann fälligen Strafprozente auf die letzten 24 Monate bis zu meinem regulären Renteneintrittstermin mit 66/9 auch noch hinnehmen müssen, gehe ich sofort. Ob 8% zusätzlich Abzug oder 10, das ist mir dann auch wurscht.
Wäre gut, wenn sich die rechenkünstelnden Youngsters das auch mal klar machen würden. Und unwahrscheinliche, aber immerhin mögliche Erkenntnisse an ihre politischen Vertreter weiterleiten. Wenn ihr schon die (volkswirtschaftliche) Lebensleistung von uns „Boomern“ mit Füßen tretet – rechnet einfach mal. Das beruhigt.
Nachfolger? Gibt es nicht, wird es nicht geben. Wird kein Geld für freigegeben werden. Fossil, ich. Aber weit über 30 Jahre Lohn und Brot allein in dieser Firma. Gesamt wären es in einem Jahr dann 48.5 Jahre. Fazit: Alt geworden, kaputte Knochen. Aber dankbar für mein Auskommen und für die Zähludrigkeit, die mir mein Schöpfer mitgegeben hat.
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So. Jetzt endlich isser fertig, dieser Eintrag. Ich schlafe krankheitsbedingt gerade im Wohnzimmer. Hat auch Vorteile, kann lesen, wann ich will, niesen und husten nach Herzenslust. Und Blogeinträge schreiben. Außer, die Jungkatze kommt. Das macht sie jede Nacht, vorzugsweise am frühen Morgen. Mal gucken, ob der noch lebt. Manchmal, wenn ich zu müde bin, ihr ein Eckchen freizumachen, legt sie sich auf mich drauf, milchtrittelt auf meine volle Pissblase und freut sich, dass ich noch da bin. Jedenfalls ruht sämtliche andersartige Aktivität, wenn Madame ihren Kontrollgang macht.
Jetzt gerade schnürchelt sie leise neben mir, die Welt ist in Ordnung. Ich mag diese liebevolle, nervensystemische Kommunikation zwischen uns. Sehr.

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