Bewegendes
Dieser Tage höre ich Radio. Das ist gewöhnlich informativ, wenigstens unterhaltsam, aber auch nicht ungefährlich. Die Fifa verlieh dem großen Zampano am anderen Ende des Wassers einen Friedenspreis, so hörte ich. Am Morgen war das, und ich wunderte mich, Satire um die Uhrzeit? Scheiße, nein, das war eine Nachricht. Hätte nie gedacht, dass die Realität Satire rechts überholen kann. Interessant ist die eher ungewohnt kritische Haltung der Tagesschau, die die versteinerten Mienen mancher Anwesender beschreibt, die bis dahin aufgrund gewisser Erfahrungen eher anderer Meinung als die Fifa sind.
Hebebühne rammt Riesenlaufkatze. Zwei Menschen, die sich auf ebensolcher Bühne aufhielten, sterben. Das allein ist schon mehr als tragisch und verdient mein Mitgefühl für die Angehörigen. Ein Mann mit 64, der andere mit 83 Lebensjahren. Wollten die oder mussten die noch so hoch hinaus, frage ich mich, vor dem Hintergrund der anhaltenden Diskussionen um die Rente, im Verbund mit gewissen Vorstellungen der jüngeren Generation.
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Deren Argumente ich schon nachvollziehen kann. Nur die Schlussfolgerungen, die teile ich nicht. Das jetzige Dilemma fiel nicht vom Himmel, spätenstens mit dem so genannten Pillenknick 1964 war klar, was kommen wird. Selbst bin ich im 64sten Lebensjahr, meine Lebensplanung beinhaltet einen definierten Ausstieg aus meinem Berufsleben, auf dem ich mich vorbereitet habe. Verschlechtern sich aufgrund kruder Vorstellungen die Ausstiegsbedingungen, habe ich keine Zeit mehr, mich darauf vorzubereiten und werde dann nur auf die ersten Klagen warten, um mich denen anzuschließen. Abwarten..
Darüber hinaus wünsche ich mir, dass niemand in diesem Land gezwungen sein muss, im hohen Alter noch schaffen zu müssen. Schon gar nicht in solchen gefährlichen Jobs.
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