Ausgesperrt
Die Welt da draußen ist uns ausgesperrt worden. Efeu drückt sich am verklebten Fenster die Nase platt und Sonnenlichtreflexionen lassen ahnen, was gerade für ein Wetter ist, da draußen. Die Stimmung hebt das nur wenig, aber immerhin. Licht, Luft und Sonne sind essentiell, ihr paranoiden Eierdiebe!
So. Fein geschimpft und nichts bewegt. Was so auch nicht die ganze Wahrheit ist, Schimpfgeschreibe verpestet zwar die virtuelle Luft, macht aber das Herz leichter, lenkt vom Tagesirrsinn ab und dient euch möglicherweise zur kurzweiligen Unterhaltung. Na dann.
Das ganz große Geschimpfe ob der Welten Zustand erspare ich mir. Und euch.
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Dafür ist das Bild geil, ist ja auch was und manchmal echt viel für einen Tag.
Einen guten Freitag wünsche ich dir Reiner.
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Stimmt 🙂
Danke & auch dir einen gelungenen Freitag, Nati.
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Danke dir. 😊
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Wow – ein richtig tolles Bild! 🙂
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Sehr poetisch von Dir niedergeschrieben! Dazu fällt mir dieses Gedicht von Eugen Roth ein:
Ein Mensch denkt oft mit stiller Liebe
an Briefe, die er gerne schriebe.
Zum Beispiel: „Herr! Sofern sie glauben,
Sie dürften alles sich erlauben,
so teil ich Ihnen hierdurch mit,
das der bewußte Eselstritt
vollständig an mir abgeprallt —
das Weitere sagt mein Rechtsanwalt!
Und wissen Sie, was Sie mich können?…“
Wie herzlich wir dem Menschen gönnen,
an dem, was wir nie schreiben dürfen,
herumzubasteln in Entwürfen.
Es macht den Zornigen sanft und kühl
und schärft das deutsche Sprachgefühl.
😉😊
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Sehr schön 🙂
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Apropos Schimpfgeschrei. Das ist ja heutzutage üblich und viele stoßen genau in dieses verstimmte Pöbelhorn. Mir aber gelingt das nicht – passe offenbar nicht mehr in die Zeit.
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Och, fluchen konnte ich immer schon eher unchristlich 😉 Beleidigungen und persönliche Anwürfe sind ein anderes Kaliber. Aber Respekt, ich freue mich für jeden ausgeglichenen Menschen!
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So lange man vor sich hinschimpft, kann das wirklich befreiend sein. Hauptsache, man beschimpft keine Mitmenschen. Auch wenn manche es mitunter verdienen würden. Aber im Internetz macht sich das nie gut. 😉
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Als ich noch mein Auto hatte, hab ich darin oft wie der berühmte Rohrspatz geschimpft und auf dem Fahrrad hört dich eh keiner.
Aber unter Menschen (also abseits der Straße) klärt sich vieles besser mit einem Lächeln, feinen Gesten und Nachsicht. Und der zuvor getroffenen Auswahl der umgebenden Gesellschaft.
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#Gesellschaft

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😂 Das hat mich jetzt spontan an unsere sehr „grüne“ Nachbarin erinnert, sie hat ihre Fenster von irgendeinem wildwachsenden Zeug zuwachsen lassen, es sitzt sogar schon im Dach. Wenn sie dann ein Geräusch von draußen hört, sehe ich sie fast immer durch Spalte spähen. Ich kann ihr jedoch nicht wirklich böse sein, die Demenz hat sie schon ziemlich im Griff, andererseits war sie auch vorher ein eher unfreundlicher Mensch und hat sich selbst aus der Nachbargemeinschaft zurück gezogen. Schade, denn ich verstehe mich mit allen andern Nachbarn sehr gut.
Liebe Grüße von Sabina
🙋🏼🪷🪷🪷
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Hm. – Des Efeublattes Nase. Vorwitzig an der Scheibe. Schaut, was ich treibe. Ratsch! So, nun in der Vase.
Und herein kann das helle Sonnenlicht das all die trüben Gedanken bricht.
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