Der frühe Vogel

Den höre ich gerade, mit Sommerzeit hat der nichts zu tun, im Gegensatz zu mir, mit meinem dumpfen Druck im Schädel, als Zeichen der Umgewöhnung.  Nur ab und an wird der gefiederte Sänger da draußen von einem Auto gestört, irgendwie ist jetzt jeden Tag mindestens Samstag auf der Straße.

Und so sitze ich, lasse Gedanken strömen. Eltern, Kind, Frau, Arbeit, Freunde – alles bunt gemischt und durcheinander. Beherrschend ist derzeit die tiefe Bewegtheit über den Zustand meines Vaters. Bei alledem geht das so genannte Tagesgeschäft weiter, wie lange man mich noch werkeln lässt, ist unsicher, wie so vieles in diesen Zeiten. Irgendwie gewöhne ich mich daran, „auf Sicht“ zu leben, zumal sich dieser Zustand, auch wenn er mir nicht sonderlich gefällt, doch mit meiner Grundüberzeugung deckt, dass die stete Veränderung die einzige Konstante im Leben ist. Zeit, all dies aus mir heraus fließen zu lassen, bei meinen morgendlichen Ritualen. Allein bin ich dabei auch nicht, der Große liegt da, wo er immer liegt und Baby liegt unter mir und kuschelt während den Übungen.  Na dann.

Schlaflos

Am frühen Samstag werde ich bereits um kurz vor Fünf wach. Kreisende Gedanken und eine verkuschelte Katze lassen mich das Licht anmachen und kurz darauf aufstehen. Was da so kreist? Immer das Gleiche, Familie & Arbeit. Reihenfolge austauschbar. Jetzt im Moment kann ich nichts lösen, also lasse ich es gut sein. Sein lassen kann ich gut, im Sinne von nichts tun, wenn mir nichts anderes übrig bleibt. GUT sein lassen ist die Königsklasse in dieser Disziplin.

Schlaflosigkeit, engl. Insomniac, Moment mal, da war doch noch was …richtig, einer zum wach werden, ein kleines Highlight der ansonsten eher trüben 90er, mein Jahrzehnt der Irrtümer, der Illusionen, meines ganz persönlichen Armageddons.

Na dann, Weckruf an 🙂

Fundstücke am Rande – Schattenwürfe…

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