Vom Hummelpo, alten, weißen Männern und der Moralkeule —

Absolut lesenswert !

Ich fahre öfter Auto als Fahrrad und aß bis vor einigen Wochen Fleisch, wenig, aber ich aß es und andere tierische Produkte auch, wohlwissend, dass es sich bei Milch um Muttermilch handelt, die nicht für erwachsene Menschen gedacht ist, sondern für Kälber. Wohlwissend, dass Fleisch auch krank macht, nicht hält was Werbung verspricht und maßgeblich […]

Vom Hummelpo, alten, weißen Männern und der Moralkeule —

9 Gedanken zu “Vom Hummelpo, alten, weißen Männern und der Moralkeule —

  1. Ich bin mit vielem einverstanden mit dem, was da geschrieben wurde. Aber mich stört der Ton. Klingt in meinen Ohren ein klein wenig selbstgerecht. Unsere Generation hat nicht das gehalten, was ich mir damals, als ich jung war, von uns versprochen hatte. Und ich finde, die junge Generation hat recht mit ihrer Kritik. Ich höre nicht von ihnen, dass ich keinen Spaß haben soll! Wir müssen uns eben schnell von ein paar Dingen trennen, an die wir uns gewöhnt haben. Meiner Meinung nach gehören dazu der übergroße Fleischkonsum, die übergroßen Autos, der ungebremste Konsum und das viele Reisen nur zum eigenen Vergnügen. Wir alle müssen umdenken! Und wenn das die jungen Leute einfordern, freue ich mich über ihr Engagement. Wobei manche schon etwas besserwisserisch auftreten. Das dürfen junge Leute aber auch, finde ich, und wenn sie es besser wissen, sowieso.
    LIebe Grüße und genieße den Feierabend! Regine

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    1. Dem schließe ich mich an. Ich habe noch nie erlebt, dass mir ein junger Mensch die Moralkeule geschwungen hätte, das waren immer begründete Appelle und die Bitte, die Argumente einmal zu überdenken. Die ethische Herausforderung richtet sich an die Regierenden, an jene, denen mit der Macht auch die Verantwortung zukommt.
      In der persönlichen Begegnung erfahre ich immer die Freude am Gehen neuer Wege. Da mitzugehen gibt mir etwas zurück: das Empfinden, selbst noch ein bisschen Jugend bewahrt zu haben.
      LG Michael

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    2. Mir gefällt der Text und er kling auch nicht überheblich, finde ich. Es klingt durchaus auch Selbstkritik durch – ganz so geht es mir auch. Ambivalent – das beschreibt meine Lage am besten. Seit vielen Jahren schon übe ich mich im Verzicht, verdiene dennoch mein Geld mit der Protz-Sucht anderer. Das Leben ist Widerspruch, wenn man „zurechtkommen“ möchte.

      Guten Morgen dir, liebe Regine 🙂

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      1. Stimmt, Widersprüche dürfen ausgehalten werden. Das habe ich im letzten Jahr gelernt. Ist ja auch beruhigend, wenn man nicht alles lösen muss. Diese „neue Erlaubnis“, die ich mir gab, trägt zur Gelassenheit bei. Die fehlte mir im Text. Ich empfand den Ton als ziemlich aggressiv und fühlte mich fast ausgeschimpft.😂 Das liegt wohl daran, dass mein Mann sich ähnlich ausdrückte und dann blieb wenig Raum für einen sachlichen und empathischen Austausch!
        🌈 Liebe Grüße zum Donnerstag! Regine

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      2. So verschiedene Wahrnehmung, ist schon verrückt. Die Autorin traf ziemlich gut „meinen“ Ton – jetzt, wo du so sagst, mit deinen Ex-Mann und so – konnte ich mir auch schon anhören. zu viel Aggression. Ist wohl ein Teil meiner Sprache, manchmal, ich weiß.

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  2. Dazu fallen mir drei Dinge ein:
    – Moral ist eine Orientierungshilfe, eine Beratung, in unübersichtlichen Situationen das Gute zu tun. Moralisch handelt dementsprechend der, der das Gute tun will.
    – Moralismus ist die Waffe, mit der man die Moral als Keule missbraucht. Moralismus ist die Haltung jener, die glänzen wollen, denen es wichtig ist, gut zu erscheinen, ein Guter zu sein.
    – Die Kontroversen der Gegenwart sind zu großem Teil zweiter Ordnung. Es wird nicht darüber gestritten, wie die Probleme am besten gelöst werden können. Es wird darüber debattiert, wer auf mehr oder weniger angemessene Weise über die Probleme spricht, welche Haltung wie bekämpft werden muss oder auch nicht, wer in welche Schublade gehört, usw.
    Das Bild, das mir vor Augen steht: Auf dem Deck des sinkenden Schiffs prügeln sich die Passagiere um die Frage, ob man die Rettungsboote steuerbords oder backbords besteigen soll.
    LG Michael

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