Dienstag, 210427

Leben ist heilig.

Guter Artikel dazu HIER bei den Krautreportern, ohne Bezahlschranke.

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Warum manche Menschen sich eher an Corona-Regeln halten als andere:

Auch bei Krautreporter – HIER.

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Mangelnde Diskurs-Fähigkeit – habe ich neulich irgendwo vernommen, so allgemein gehalten. Kann schon sein, bei mir. Weil ich keine Lust mehr auf nicht enden wollende Standpunkt-Erläuterungen habe. Weil ich schlicht die Faxen dicke habe, mich auf jeden Stöz einzulassen. Kostet zu viel Aufmerksamkeit, zu viel Energie, zu viel Zeit.

Meinungsfreiheit – auch in aller Munde, derzeit. Stehe ich uneingeschränkt hinter, absolut keine Selbstverständlichkeit, das Maul nach Belieben öffnen zu dürfen (sofern man auch Gegenwind abkann). Allerdings wird da gerne etwas verwechselt. Meiner freien Meinung nach hat es mit Meinungsfreiheit nichts zu tun, wenn schlicht sachlich falsche, durch nichts als vielleicht irgendwelche dubiosen Youtube- oder Telegram-Kanäle belegbare Äußerungen getan werden, die auf gutgläubige Menschen einen gefährlichen Eindruck hinterlassen, sie in ihrem Verhalten manipulieren und so am Ende im schlimmsten Fall Menschenleben gefährden können. Hier werden für mich die Grenzen der freien Meinung klar überschritten.

Informations-Quellen – am meisten geht mir auf den Sack, dass heute ein jeder glaubt, es besser zu wissen als teils Jahrhunderte alte wissenschaftliche Fakultäten. Natürlich sind die nicht über jeden Zweifel erhaben und altes Wissen zu hinterfragen, ist ein dynamischer Prozess durch alle Zeiten. Allerdings sind schon ganze Reiche daran zerbrochen, Kulturen untergegangen, weil Menschen lieber an höhere, geheime Mächte glaubten und nicht an den Stand der Wissenschaft. Natürlich lohnt sich in dem Zusammenhang auch immer ein Blick darauf, wer woran wieviel verdient, Stichwort Lobbyismus und Korruption. Auch jeweils Fakultäten für sich. Und – gerade in diesen Zeiten schwer zu erfassen – die sich aufgrund der Zeit-Knappheit überschlagenden Erkenntnisse und teils kruden Schlussfolgerungen via Verordnungen daraus. Könnte ich es besser? Eher nein. Überhaupt – besser können, ich kann auch nur noch schlecht dieses Genörgel ertragen, nach dem nichts, absolut nichts Konstruktives folgt, wie man der Pandemie Herr zu werden könnte. Aber- wie gesagt, ein Hoch auf die freie Meinung. Was mich nicht daran hindert, den einen oder anderen ganz gerne den Stecker ziehen zu wollen. Was natürlich nicht in meiner Macht liegt. Gott sei Dank vielleicht …

16 Gedanken zu “Dienstag, 210427

  1. bin in vielem ganz deiner meinung, grinsebär – sehe das aber aus meiner entgegengesetzten haltung.
    die fakten sowie die wissenschaftlichen stellungnahmen liegen eben nicht klipp und klar auf dem dem tisch. man muss nur mal vorurteilsfrei recherchieren… wer allerdings bereits von der panikmache/regierungspropaganda infiltriert ist, sieht den wald vor lauter bäumen nicht mehr.
    macht ja nichts – hauptsache gesund bleiben!

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    1. Es ist von außen nicht nachvollziehbar, was wann bekannt wird und was nicht, stimmt. In dem Zusammenhang von Panikmache und Propaganda zu sprechen, ist überzogen. Ich sehe Unsicherheit und teils hilfloses Umherlavieren, das ja.

      Mein Vater hat Corona überlebt, knapp, vor gut einem Jahr, Tage, bevor das hier offiziell ein Thema wurde. Es gab keinen Test, aber alle Symptome der Erkrankung, die ich hautnah miterlebt habe. Wenn die Impfungen das auch nur abmildern, tun sie schon, was sie sollen. Dafür sprechen die Nachrichten aus den Altenheimen, mit Ausbrüchen bei geimpften Bewohnern, ohne oder mit milden Symptomen.

      Wer all dies abtut und verneint, ohne auch nur den geringsten Plan zu haben, was anstelle dessen zu tun wäre, sollte lieber schweigen.

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      1. Ich verneine nicht die schweren Erkrankungen, die durch das Virus gerade bei den Risikogruppen und damit auch alten Menschen hervorgerufen werden können.
        Meine Kritik bezieht sich auf das Krisenmanagement der Regierung, die Angstmache durch die Leitmedien, die einseitige Berichterstattung und die Diffamierung kritischer Stimmen. Es ist absolut unbewiesen, dass uns diese Lockdowns aus der Corona-Krise helfen. Dagegen stehen die sogenannten Kollateralschäden, die immens sind, nicht nur materielll – von denen kaum jemand spricht.

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      2. Deine Meinung, die sich nicht an den Tatsachen orientiert. Weder haben wir eine einseitige Berichterstattung noch ist der Lockdown unwirksam. Kritik an den Verordnungen lasse ich gelten, Mir persönlich geht es auch nahe, wenn Menschen ihre Existenz verlieren.

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      1. Ich sehe eher die Gefahr darin wenn sich keiner mehr kritisch äußern darf, alle nur noch das Gleiche sagen und denken. Nur noch bedrängt und in Ecken geschoben werden. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut welches wir bewahren sollten. Egal wie viel Mist da manchmal kommt. Es gibt auch viele wahre Kritik die man beleuchten darf und sollte.

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  2. So, nun habe ich schon mit Nati und Dir mental mit diskutiert und kann mich kurz fassen. Genörgel, Gemecker, Geschrei und Lügen sind keine Meinungen und fallen somit nicht unter Meinungsfreiheit. Es stimmt ja einfach nicht, dass wir alle einer Meinung sein müssen. Natürlich dürfen wir uns kritisch äußern und tun das ja auch! So, und nun mache ich Schluss und wünsche Dir einen schönen Feierabend! Ich habe gehört, dass sich Mondgucken heute lohnen soll🌝! Regine (Nicht infiltriert!!!)

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  3. Diskursfähigkeit: besitzen die Befürworter der Corona-Maßnahmen, sie streiten sich sehr konstruktiv über den besten Weg, von Meinungsgleichschaltung keine Spur. Die Maßnahmen-Kritiker machen Propaganda, Wichtigtuerei, sonst nichts dahinter. Sie riskieren für sich nichts, außer dass sie (zu Recht) ausgelacht werden, dafür riskieren sie das Leben anderer.
    Meinungsfreiheit: berechtigt nicht zur Lüge, wie zum Beispiel der, dass unsere Freiheit substantiell gefährdet sei.
    Informationsquellen: sind Wissenschaft und öffentlich-rechtliche Berichterstattung, wer hier kein Vertrauen hat ist paranoid.
    Maßnahmenbefürworter sind solidarisch, diszipliniert und haben Interesse am Wohlbefinden anderer.
    Maßnahmenkritiker sind dazu bereit, ihre persönliche Befindlichkeit mit dem Lebensrecht anderer zu verrechnen.
    Die Frage ist, was wir, die die Krise durch Handeln überwinden, hinterher mit denen tun, die jetzt Quertreiben (nicht Denken).
    Stecker ziehen könnte man da schon wollen.
    LG Michael

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