Montag, 201221

Wintersonnenwende – das ist doch mal eine Markierung im Kalender wert, wenn auch nur symbolischer Art, da die Wirkung erst allmählich sichtbar wird. Langsam, mit Geduld, Tag für Tag wird es ein wenig heller ab nun. Was in der Natur so hervorragend und verlässlich funktioniert, mag auf persönlicher Ebene auch Hoffnung machen, so geht es mir jedenfalls.

Das Tageslicht wirkt, die werkfreien Tage ermöglichen mir, es zu nutzen. Die Trägheit zu überwinden und meine Bahnen zu ziehen, derzeit gerne zu Fuß, das Fahrrad steht wegen so genannten Tennisarm seit langer Zeit schon Sinn-frei umher. So habe ich schon die Anschaffung eines gefederten Gefährtes in`s Auge gefasst – ich, als technischer Purist, der sich gerne auf das Nötigste beschränkt. Eigentlich mag ich keine Federschwingen, hindern sie doch massiv am springen mit dem Rad, bringen zusätzliches Gewicht und Wartungsaufwand. Die Dinger lassen sich zum hüpfen und für Bergfahrten zwar blockieren, aber wer denkt schon immer zeitnah daran. In der Stadt muss es flott gehen, da hüpfe ich mit meinem alten Crosser oft über elend hohe Bordsteine, Kanten, Löcher und so weiter. Von ungefähr kommen meine Malaisen nicht, mein Fahrstil sollte sich allmählich mal an mein biologisches Alter anpassen. Wäre gesünder, das muss ich jetzt nur noch dem Temperament erklären.

Wird sich finden. Bis dahin ist zu Fuß auch gut. Gestern waren es stolze 7000 Schritte – und ein paar Bilder sind auch mitgegangen, nach Hause.

Luftschutzbunker am Else-Lasker-Schüler-Park.

Den kannte selbst ich nicht …

Mirker Viertel, Wandgemälde.

Nicht nur von den Umständen, auch von der Beschaffenheit des Kopfes. Wenn zwischen den Ohren viel Platz ist, verfängt nicht viel.

Und wach werden, wäre auch schön…

*

22 Gedanken zu “Montag, 201221

  1. Lieber Reiner, 7.000 Schritte sind ein Traum für mich. Ich schaffe höchstens 3.000 und die nicht an einem Stück. Da ich mein Auto verkauft habe, wird selbst der relativ kurze Weg zum Briefkasten eine gut geplante Tour.

    Lauf schön weiter, mit vielen tollen Momentaufnahmen.

    Liebe Grüße
    Gisela

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      1. Ich fahre hauptsächlich in der Natur. Springen in der Stadt würde ich mich nicht mehr trauen.Ich habe letztens einen Glitschweg am Bach probiert. Schön langsam. Zu langsam und rums lag ich lang. Nichts passiert.
        Fußwege, Fußgängerzonen? Echt jetzt? 😂Ich schicke ganz schnell meine innere Lehrerin wieder in Rente, bevor ich hier unbeliebt werde……😂

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      2. Geht in dieser Stadt leider nicht wirklich anders. Fahrräder sind hier nicht vorgesehen – und die Straßen teils so eng und/oder so stark befahren, dass es lebensgefährlich ist, als Radfahrer sich an die Regeln zu halten.

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      3. 😂 Das wäre ja was für mich: steile Berge, die ich mangels Kraft nur halb hoch komme und dann rückwärts wieder runter rasen muss, weil ich mich zu sehr erschrecke, um zu bremsen!
        Respekt, dass Du dort sogar mit dem Rad springen kannst!😂

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  2. Hi hi hi, ich kenne einen Fahrradspringer, der innere Jugendliche will halt toben, alles gut. Hab‘ da bildlich was vor Augen und freue mich.
    Doof mit dem Arm. Kann deswegen auch nicht Fahrradfahren, args … Wird aber wieder besser werden und dann mit frischem Schwung 🙂

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