Donnerstag, 200723

Wieder daheim, nach einer Woche Berlin, in Sachen Familie. Besondere Erkenntnisse:

  • Alternde Kater nehmen längere Abwesenheit persönlich und können trotz Grundversorgung tief beleidigt sein.
  • Jung-Katzen dagegen verwildern im Laufe eine Woche innerlich und äußerlich, ohne Kontakt mit einer Bürste und den Lieblingsmenschen.
  • Wohnungen verwildern in 7 Tagen ebenso erheblich, was erwartbar und alles in allem schnell behoben ist.
  • Aus gegebenen Anlass in der Familie – Wohnungssuche in Berlin ist ein Irrsinn. Ein teurer Irrsinn. Genau genommen ist der Preis mindestens der doppelte als im Tal der Wupper. Und die Nachfrage gefühlt die zehnfache … was desillusionierend wirkt, auf manche Pläne für das Alter.

Beobachtung am Rande: Banken achten die Kunst, fast ein jedes größere Haus hat irgend eine Plastik von meist zweifelhaftem Wert vor der Tür stehen. Den Vogel abgeschossen hat in meiner Sammlung allerdings die altehrwürdige (?) Investitionsbank zu Berlin. Ich meine, nix gegen Fülle, gerade weibliche, aber im Kontext mit Geld zu Geld machen, also eine Fruchtbarkeit und Vermehrung der besonderen Art, widert mich die gezeigte Kunst doch etwas an. Spricht sie doch für die eigentliche Absicht einer jeden Bank, lässt man alles schmückende Beiwerk mal weg: Fett werden, sonst nichts.

wp-1595497165160.jpg

Update: Die gezeigte Plastik nennt sich Yolanda, die Künstlerin war ihrer Zeit Miriam Lenk. Mehr von ihr gibt es hier zu sehen.

„Das Zentrum ihres Werkes bildet ein weiblicher Archetyp: groß und prächtig, raumgreifend und dominant. Dies soll eine Galionsfigur für alle Frauen sein, die sich in der Gesellschaft zu dick, zu laut oder zu anders fühlen.“

Quelle: Wikipedia

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19 Gedanken zu “Donnerstag, 200723

  1. …früher bemühten sich Menschen, Schönheit darzustellen, heute scheint es mir oft geradezu das Gegenteil zu sein…

    …ich verstehe die Katzen, eine Woche ist unüberschaubar lang…jedoch machen sie nie Vorwürfe, sie freuen sich einfach, wenn ihr Mensch wieder da ist…

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  2. Kater und Katzen alleine lassen? Das geht gar nicht! Meine sind dann beleidigt und zeigen mir den Allerwertesten. Apropo ‚Allerwertesten‘: Das, auf dem Foto, ist wirklich ein dickes Ding! Da hatte der Künstler wohl ganz eigene Gedanken. Man hätte auch ein Schild schreiben können: „Jeder kriegt hier sein Fett weg!“ 😅

    Liebe Grüße
    Gisela

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  3. Tja, diese Bank weiß, wie sie den Blick auf sich lenkt … da sind eben alle Mittel gut … ich finde es auch immer bizarr, wenn Banken ihr Geld in Kunst stecken anstatt den Kunden mehr Zinsen zu geben … wenn es denn wenigstens regionale Künstler wären, dann könnte ich es noch verzeihen …

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    1. Habe mal recherchiert…
      Update: Die gezeigte Plastik nennt sich Yolanda, die Künstlerin war ihrer Zeit Miriam Lenk. Mehr von ihr gibt es hier zu sehen. 

      „Das Zentrum ihres Werkes bildet ein weiblicher Archetyp: groß und prächtig, raumgreifend und dominant. Dies soll eine Galionsfigur für alle Frauen sein, die sich in der Gesellschaft zu dick, zu laut oder zu anders fühlen.“

      Quelle: Wikipedia

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