Kein schönes Wort …

…fällt mir dazu ein. Und – ich bitte um Vergebung – normalerweise schreibe ich keine so genannten Empör-Blogs. Das können andere viel besser, denke ich. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Gestern Abend, Lokalzeit.

Ein Beitrag über die Zustände im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Die Hölle auf Erden, teils erinnern mich die Bilder an ganz unselige Zeiten hierzulande – Vernichtung durch Unterbringung. Ein deutscher Arzt, der dort hilft, kommt auch zu Wort.

Gleich danach folgt ein Bericht über eine gescheiterte Klage gegen die Firma Vorwerk, weil eine mehr oder weniger ernährungsbewusste Dame leider nicht das neueste Model anempfohlen bekommen hatte und man ihr arglistig, ohne den Modellwechsel zu erwähnen, ein altes Model verkauft hat.

???

 

 

13 Gedanken zu “Kein schönes Wort …

  1. Eigentlich wäre es ganz einfach und JA, ich bin naiv und ich stehe dazu: Warum sind denn diese Menschen auf der Flucht? Die meisten von ihnen weil in ihrem Land Krieg und/oder Hungersnot herrscht. Warum ist das so? Weil die Regierenden machtgeil (sorry dafür!) sind und mit Waffengewalt gegen das Volk vorgehen. Oder weil der Nachbarstaat sich Land unter den Nagel reißen möchte und mit Waffen gegen dessen Bevölkerung schießt. Woher kommen die Waffen? Sehr viele aus Deutschland, aus USA. …Russland. Die Liste ist unendlich. Wie wäre es, wenn jeder Rüstungskonzern für die Flüchtlinge sorgen müsste (und ich meine „gut sorgen“, schöne, sichere, warme und trockene Unterkünfte, genügend Sanitäranlagen), die mit seinen Waffen vertrieben werden? Das müsste per Gesetz verpflichtend sein. Ja, es würde einen Rattenschwanz mit Zuliefererfirmen nach sich ziehen. Aber das wäre rüstungstechnisch nachhaltig. Sich sorgen, dass die Geschädigten die Hilfe bekommen die sie benötigen. Ganz schnell würden deren Gewinne sinken. Wer jemanden erschießen lässt mit seiner Waffe muss sich um die Hinterbliebenen kümmern. Warum kommt da eigentlich die Politik nicht drauf? Interessiert sie nicht. Weil die Wirtschaft die Politik bestimmt und nicht das Volk.
    Entschuldige Reiner, dass ich mich jetzt hier so empöre, aber das sind nun mal meine Gedanken dazu.

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    1. Ich kann dich voll und ganz verstehen – mir geht es ähnlich. Es ist zum verzweifeln, ja. Zweierlei ergänzt sich fatal – der Machthunger derer, die Waffen kaufen und die Gier derer, die Waffen verkaufen. Es wird niemals aufhören. Deutschland mit seinen Waffenschmieden ist mittendrin.

      Was kann ich tun? In meinem konkreten Fall ging es beruflich eher um`s Unterlassen. Als Werkzeugmacher und Maschinenbauer habe ich mich niemals den Waffenschmieden angedient, obwohl dort eine Menge Geld verdient wurde, wird. Immerhin …

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    1. Kommerz … mach`dir die Taschen voll.

      Mein Gefühl ist, dass es zunehmend mehr Menschen nicht mehr reicht, Dinge anzuhäufen. Vielleicht liegt das auch an den Umgang, den ich privat pflege … wobei meine Seele in diesen Dingen gespalten ist, muss ich zugeben. Selbst entziehe ich mich weitestgehend diesem Zwang, verdiene aber andererseits mein Geld damit, dass andere dem volles Programm nachgeben. Widerspruch, der wohl zu mir gehört.

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