Leben mit Lilit (6)

Sie liebt die Felle, allem voran dieses hier. Immer die gleiche Zeremonie: Herauf gehüpft, für weich und kuschelig befunden – Milchtritte (Mama ?!?) – und Pause, für einen kurzen Moment, bis wieder irgend etwas Spannendes ihre Aufmerksamkeit einfängt. Perfekte Tarnung irgendwie … So`n Hintergrund wünsche ich mir manchmal auch.

Lilit

Mir geht das Herz auf, die Kleine zu schauen, mit ihr zu spielen, mit ihr zu kuscheln, selbst ihre Penetranz an Orten, wo sie eher stört (Küchenanrichten, Toilettenschüssel  ect.) hat etwas liebenswertes. Von ihrer bodenlosen Neugier und Frechheit mal gar nicht zu reden. Doch irgendwo im Hinterkopf lauern selbst dabei diese Gedanken, die mich im erleben mehr als einmal kalt erwischt haben. Verlust und Tod. Alles nur geliehen. Was bleibt, ist der Moment, der Augenblick. Mich voll und ganz darauf einlassen zu können, bleibt die Lektion nicht nur dieser Tage…

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18 Gedanken zu “Leben mit Lilit (6)

  1. Guten Morgen dir. Eine ganz Süße und ja, leider nur geliehen. In der Konsequenz könntest du auch alle Bindungen vermeiden, dann gibt es keinen Verlust. Wir haben zwei Hunde und zwei Katzen, die große statistisch noch 12, den Kleinen noch 14 Jahre, falls sie alt werden. Bei den Katzen mag ich nicht spekulieren. Dafür haben wir schon zu viele an einen bösen Nachbarn oder einen Köter oder die Straße verloren, sie kamen einfach nicht wieder. Und eine der beiden ist chronisch krank. Wer weiß.
    Ich freue mich jeden Tag an ihnen und versuche auszublenden, dass sie nicht ewig da sind, genieße ihren Spaß am Leben und ihren Irrsinn.
    Hab Spaß mit der kleinen Dämonin und sei ihr ein gut erzogener Dosenöffner, mehr kannst du leider nicht tun.
    Ganz liebe Grüße
    Alice

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    1. …alle Bindungen vermeiden…

      Den Gedanken hatte ich schon öfter. Die weiße Wand. Sonst nichts. Das allerdings ist er nicht, der Sinn des Lebens.

      Sonst so?
      Gut erzogener Dosenöffner… 🙂
      Genau so. Wobei die Freude schon echt ist, wenn ich heim komme. Die macht, wenn sie mich hört, einen solchen Lärm, der bis auf die Straße tönt 🙂

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      1. Die Maine Coonies sind berühmt für ihre Geschwätzigkeit, und das in allen möglichen Tönen. Klassisches Miauen inbegriffen, aber auch gurren und krähen. Ebenso in zig Tonlagen 🙂 Nicht nur unser Großer war einigermaßen erstaunt, sie so zu hören 🙂

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  2. Das Gefühl kennen so viele Menschen, dass sogar ein Sprichwort dazu entstanden ist: „Man soll nach Hause gehen, wenn es am schönsten ist.“
    So erlebt man nicht den Verlust der Fröhlichkeit, wenn ein Fest oder sonst ein schöner, glücklicher Moment zu Ende geht.
    Und: Im Glück entsteht die Angst, dieses könne vorbei gehen … dabei müsste unsere Vernunft klüger sein … das Leben ist ein Auf und Ab.
    Lieber Reiner, ich lese gerne deine Beiträge und finde mich oft darin wieder. Irgendwo sind wir Menschen doch alle ähnlich gestrickt. Die größten Unterschiede kann ich letztlich nur im Temperament als auch in erlernten, oft übergestülpten Meinungen und Ansichten entdecken.

    Liebe Grüße von Holda Stern aus dem schönen Saarländchen!

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  3. Ich freue mich mit Dir und bin jeden Tag gespannt, ob es wieder etwas Neues gibt. Ja, alles nur geliehen, das stimmt und macht nachdenklich. Ich habe zu viele geliebte Tiere verloren, so dass ich jetzt keine Katzen und Hunde mehr haben möchte. Ich adoptierte lieber meine Gartenspatzen. Manchmal kommt mich Nachbars Katze besuchen und schnurrt sich bei mir an. Das genügt und ich fühle mich wohl mit mir selbst. Aber natürlich habe ich keine Lilit, was eigentlich auch schade ist. Wobei ich denke, die gibt es sowieso nur einmal und die lebt bei Dir! Ich freue mich auf viele neue Fotos von der schönsten Katze der Welt!❤ Regine

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  4. Die anderen aus dem Wurf waren auch sehr süß. Aber die Lilit war die Lebhafteste – und bei dem Gesicht war uns klar, die gehört zu uns. Solange es sein soll… vielen lieben Dank dir, Regine

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  5. Lieber Reiner, dieses „alles nur geliehen“ ist vermutlich das Thema mit dem ich derzeit am meisten ringe. Tritt der Tod einmal ins Leben, kann er nicht mehr daraus verbannt werden. Doch wie lässt es sich angesichts seiner Gegenwart leben?! Es bleibt nur der Moment. Ich übe mich täglich darin mit Hilfe dieses Gedankens wieder Fuß zu fassen..es ist irgendwie paradox. Ich wünsche Dir weiterhin viele glückliche Momente mit Deiner fellnasigen Begleitung. Herzliche Grüße,Daniela

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    1. Liebe Daniela, eigentlich ist der Tod von Geburt an mit dabei. Als Kind nehmen wir in wahr, aber da hat er noch nicht seinen Schrecken. Als Jugendliche und junge Erwachsene blenden wir ihn aus und tun so, als ginge er uns nichts an. Sterben ist etwas für die anderen – bis die ersten Freunde gehen müssen. Dann nahe Verwandte, andere lieb gewonnene Menschen und auch Tiere. Die ersten eigenen ernsten gesundheitlichen Herausforderungen …

      Ich richte mich mit ihm ein, weil es anders wohl nicht geht. Mehr als dieser Augenblick „gehört“ mir niemals und wenn ich gleich nicht mehr bin, bleibt allenfalls ein Eindruck bei denen, die mir nahe waren und noch bleiben dürfen / müssen.

      Die andere Seite? Wir werden es einst wissen … wissen? Es ist jenseits des Verstandes.

      Danke & auch dir liebe Grüße!

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      1. Dem lässt sich nichts hinzufügen, lieber Reiner.Ausser vielleicht , dass ich mir wünschte unsere Kultur verfüge über ausgeprägtere Intergrationsmechanismem . Würde der Tod in unserer Gesellschaft nicht kollektiv verdrängt werden, so würden kranke und sterbende Menschen nicht so sehr in die Isolation geraten…..die schmerzlichen Seiten des Todes könnten für alle Beteiligten besser erträglich werden…ja, was danach ist bleibt ein Mysterium…,aber irgendwie trage ich (gefühlt) auch eine Art Gewissheit in mir, dass der Tod einen nie geahnten Frieden mit sich bringt…welcher Natur dieser auch immer sein mag.,.,was wirklich ängstigt ist der Weg dort hin…zumindest empfinde ich das so…Alles Liebe Dir, Daniela

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