Jeden Tag drei Fragen, Tag 29

  • Warum geht es den anderen besser ?

„Besser“ oder „schlechter“ sind Konstrukte des Verstandes. Sicher lassen sich Lebensumstände festmachen, auf die, vergleichend betrachtet, solche Kategorien passen. Im allgemeinen glaube ich heute, dass es den anderen „anders“ geht. Jeder Mensch hat seine Lernaufgaben, sein Päckchen zu tragen, wie man sagt, und wenig ist, wie es scheint. Vom unseligen und fruchtlosen Vergleichen mal ganz abgesehen.

  • Wer könnte auf deine Hilfe angewiesen sein ?

Familie. Alt wie jung, derzeit, in unterschiedlichen Themen.  „Könnte“ beinhaltet einen Zukunft-Ausblick – schwer zu sagen. Meist kam es bislang doch anders, als gedacht. Andererseits lassen sich manche Lebenslagen absehen, so dass sie mich nicht unvorbereitet treffen.

  • Worauf wartest Du ?

Sehr allgemein formuliert … ich warte über Tag auf so einiges, angefangen von roten Ampeln über Aktionen meiner Mitmenschen, die ich brauche, um meinerseits weiter zu kommen (Arbeit, Wartezimmer beim Doc, Paketsendungen, Schlange an der Supermarktkasse, Behördengänge ect.) Ziehe ich die Bahn größer, wird unscharf, ob und worauf ich warte. Zumal warten eine gewisse Passivität beinhaltet, wovon derzeit in meinem Leben keine Rede sei kann.

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4 Gedanken zu “Jeden Tag drei Fragen, Tag 29

  1. Besser geht immer, zufrieden, in Frieden ist man selten. Unzufriedenheit und der Blick auf den Apfelbaum im Garten des Nachbarn führt auch zu Weiterentwicklung.
    „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“ Jeder hat nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung. Ich kann nur helfen, wenn ich Zeit und Raum dafür habe. Von Notfällen mal abgesehen. Habe ich lange falsch gemacht. Selbstfürsorge ist wichtig.
    „Warten“ -Ein heikles Thema für mich. Ich verabscheue es. Wartezimmer, Termine, ob gewünschte und unerwünschte sind mir ein Greuel. Ich arbeite an einem erträglichen Umgang damit. Skizzenhaft immer dabei, damit Wartezeiten für mich sinnvoll genutzt werden können. Andererseits ist aufoktroyiertes Nichtstun eine Quelle der Kreativität…

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  2. 1. Weil du dich selbst als klein und dumm und hässlich und arm siehst und alle die Anderen um dich herum dadurch besser erscheinen lässt. Auf Augenhöhe wird das nicht passieren und auch nicht, wenn ich erst gar nicht beginne zu vergleichen. Äpfel und Birnen sind nun einmal unterschiedlich. Besser und schlechter ist wertend und macht aus dem Gegenüber dann auch gleich etwas Besseres oder Schlechteres. Will ich das?
    2. Tja, Famile, meine Mutter, sie wird alt…. aber wie kann man das wirklich wissen. Vielleicht ist es auch ein Freund, dessen Leben plötzlich aus den Fugen gerät, oder die Kollegin, für die durch die Kündigung eine Welt zusammenbricht. Ich kann nur da sein und bereit sein, wenn mich jemand um Hilfe bittet.
    3. Ich warte auf Menschen, die sich gegenseitig vorbehaltlos akzeptieren und eine Welt, die Gutes hervorbringt. Ich warte auf erhellendes Licht und liebevolle Gemeinschaft… ich weiß….

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