Jeden Tag drei Fragen, Tag 12

Heute gibt es nur zwei Fragen, weil ich es leider versäumt habe, die erste Frage des Tages  zu lesen und via Screenshot zu sichern – nach eine Weile zieht die App die Frage wieder zurück und zeigt schlicht beizeiten die nächste… dann ist das so. War nicht für mich bestimmt, die Frage.

  • Wen bewunderst Du am meisten ?

Alle Beschäftigten in helfenden Berufen, von Therapeuten aller Art über Ärzte hin zu Feuerwehrleuten. Sie alle tun meist ihr möglichstes unter widrigen Bedingungen wie schlechte Bezahlung, mangelnden Respekt, Schichtdienst ect. .

  • Wo sind deine Schlüssel ?

Die realen haben ihre festen Plätze, die mentalen ebenso 🙂

Jeden Tag drei Fragen, Tag 11

  • Solltest Du deinen Sorgen weniger Beachtung schenken ?

Rückblickend betrachtet waren die meisten meiner Sorgen zwar nicht gerade gegenstandslos, wurden jedoch von mir meist überbewertet. Diese Erkenntnis lässt mich heute ruhiger werden – wenn ich das Drama aus meiner Vorstellung heraus nehmen kann, scheinen die Herausforderungen in einem ganz anderen Licht.

  • Was könntest Du endlich einmal abschließen ?

Es gibt sie, diese sprichwörtlichen Leichen im Keller, auch bei mir. Teile meines Lebens, die ich nicht ungeschehen machen kann, Teile, mit denen ich nur bedingt meinen Frieden gefunden habe. Handlungen und Unterlassungen, deren Tragweite mir erst Jahrzehnte später bewusst wurden. Nicht alles ist (für mich) abgeschlossen und bedarf vielleicht noch meiner Aufmerksamkeit.

  • Worüber hast Du zuletzt so richtig gelacht ?

Der gemeinsame, teils derbe und schräge Humor, den ich mit der Liebsten und meinen Freunden teilen darf, bringt mich öfter mal zum herzhaften lachen. Manche Situationskomik ebenso, da darf ich ruhig der Hauptdarsteller sein 🙂

*

 

 

Sonntag …

… und weil draußen so ein feines Wetter ist, gibt es auch mal ein Bild dazu:

rps20190120_102056

Sonst so ?
War schon mal wärmer …
das Bild unten stammt aus Mitte Oktober.

sw klein

Und auf den hier habe ich schon fast ein Abo …

Einen guten Sonntag uns allen.

~

Jeden Tag drei Fragen, Tag 10

  • Was oder wo ist dein sicherer Hafen ?

Es gibt ein Heim, in dem ich mich wohl fühle. Sicher ? Mehr oder weniger. An weniger guten Tagen fühle ich mich heimatlos, unabhängig vom Ort. Der Restzustand eines alten Lebensgefühls. An guten Tagen fühle ich mich als Teil des Kosmos, der im jetzt und hier genau dort ist, wo er sein soll. Ein sicherer Hafen ist das Vertrauen in meine höhere Macht.

  • Was wolltest Du dich schon immer einmal trauen ?

Hmm. Alles, was ich mich trauen wollte, habe ich auch getan. Ich würde mich manchmal gerne etwas mehr trauen.

  • Lebst Du nachhaltig ? Warum (nicht) ?

Nachhaltigkeit strebe ich an, so gut es geht. So nutze ich die Dinge, bis sie nicht mehr zu reparieren sind. Frage vor jedem Kauf, ob ich dieses oder jenes wirklich brauche, regelmäßig nutzen werde. Fahre ein ausgesprochen kleines und sparsames Auto und das auch nur, weil gewisse Umstände es einfach erfordern. Warum ? Weil ich daran glaube, dass wir nichts besitzen, im Sinne des Wortes. Absolut alles ist uns lediglich leihweise überlassen, im Grunde sogar unser eigenes Leben. Das bedingt Verantwortung dem Leben und den Dingen gegenüber, auch mit Blick, auf die, welche uns nachfolgen.

*

 

 

Jeden Tag drei Fragen, Tag 9

  • Hast Du heute schon gefrühstückt ? Wer hat es zubereitet ?

Ja, habe ich. selbst zubereitet, wie jeden Tag.

  • Ist alles möglich ? (Markus 9,23)

Der Glaube daran ist, denke ich, stark vom Lebensalter abhängig. Oder besser, es ändert sich die Definition von „alles“ mit den Jahren. Die Themen verschieben sich. Standen in jüngeren Jahren eher Karriere und/oder Familiengründung im Vordergrund, geht es mir heute mehr um die Vertiefung des Erreichten – und um für mich gänzlich neue Ufer, nach meiner Erwerbstätigkeit in einigen Jahren. Alles ? Sicher nicht. Aber einiges.

  • Ist Widerstand zwecklos ?

Nein, ist er nicht. Wichtiger als die Intensität dessen ist die Beharrlichkeit, an einer Sache dran zu bleiben. Wie hoch darf der Preis sein, den ich bereit bin zu zahlen, um über Widerstand meine Ziele zu erreichen ? Was bin ich bereit, in Kauf zu nehmen ? Bis wohin gehe ich ? Gibt es für mich „rote Linien“ ? Klarheit im Vorfeld darüber ist unerlässlich. Worum es geht, ist dabei nebensächlich, sei es im privaten, beruflichen, oder gesellschaftlichen Bereich. „Ist es mir das wert ? “  – lautet die Schlüsselfrage.

*

 

 

 

Jeden Tag drei Fragen, Tag 8

  • Achte auf die Gegenwart Gottes. Kannst Du sie wahrnehmen ?

Wenn ich es schaffe, meinen Geist zum schweigen zu bringen, das Gedankenkarussel zu stoppen, bin ich offen z.B. für die Schönheiten der Schöpfung in der Natur. Abseits davon spüre ich die Gegenwart meiner höheren Macht im vertraulichen Austausch mit Gleichgesinnten, im Rahmen der Selbsthilfe. Oder auch im so genannten Alltag, wenn ich mich einem Menschen gegenüber ein Stück weit öffne, einen Vertrauensvorschuss gebe und mir vom Gegenüber mit Offenheit geantwortet wird. In einer Welt, die ansonsten wenig vertrauensvoll scheint, gleicht mir dies immer wieder einem kleinen Wunder. Auch manche glückliche Fügung in meinem Leben ließ mich seine Gegenwart spüren …

  • Was fehlt dir zum Glück ?

Eigentlich sollte nicht über das Glück gesprochen oder geschrieben werden … Glück ist ein scheues Reh, das schnell wieder von dannen eilt, wenn es seinen Namen hört. Im Grunde habe ich bislang alles erreicht, wonach ich strebte. Auch, wenn die Wege alles andere als gerade waren. Im Außen ist „das Glück“ also nicht zu suchen. Die „Innenschau“ ist der Schlüssel zum Glück.

  • Was willst du, das ich für dich tun soll ? (Lukas, 18.21)

Bleibe bei mir. Oder besser, stehe mir bei, dass ich dir zugewandt bleiben kann. 

°

 

 

 

 

 

 

Jeden Tag drei Fragen, Tag 7

  • Was war heute dein Dankmoment ?

Morgens aufgewacht und es ist kein Zettel am großen Zeh 🙂 Nein, ernsthaft – mal bin ich dankbar, dass mir eine kniffelige, berufliche Aufgabe geglückt ist, mal bin ich dankbar für unsere so genannten Selbstverständlichkeiten, die im Grunde keine sind, wie z.B. sauberes Wasser, eine warme, trockene Bleibe, ausreichend Nahrung, Kleidung und Sicherheit. Immer öfter bin ich dankbar für meine zunehmende Selbstbeherrschung, ebenso für meine Lieben, die es meist gut mit mir meinen.

  • Glaubst Du an Zufälle ?

Definitiv nein. So viel kann mir gar nicht „zugefallen“ sein – das hatte schon irgendwie System – und vor allem in sich eine gewisse Konsequenz. „Gott würfelt nicht“ hat mal jemand gesagt – welche Richtung mein Leben einschlägt, hängt stark davon ab, welchen Impulsen ich folge und welchen nicht. Ob ich mich meiner höheren Macht zuwende oder mich eher abwende. Mir dienen als Orientierung auf dem Weg die 10 Gebote, in ihrer Einfachheit.

  • Worüber machst Du dir keine Gedanken ?

Tolle Frage. Ich soll mir also Gedanken darüber machen, worüber ich mir keine Gedanken mache. Das ist ein Widerspruch in sich, sollte mir dazu etwas einfallen, habe ich mir ja schon Gedanken gemacht – Zack, schon verloren. Man könnte besser fragen, worüber ich mir in der Regel weniger Gedanken mache – das gäbe eher einen Sinn. Hat man aber nicht. 

+

 

 

 

 

 

Jeden Tag drei Fragen, Tag 6

  • Findet dich das Glück ?

Mit dieser Frage kann ich zunächst nicht sehr viel anfangen. „Das Glück“ ist ja kein eigenständiges Geschöpf, stets auf der Suche nach einem potentiellen Wirt. Darüber hinaus ist „das Glück“ ein sehr dehnbarer Begriff, der wie kaum ein anderer dem Zeitenwandel unterliegt. Aber zurück zur Frage, hier soll es ja um Antworten gehen und nicht um Korrekturen an den Fragen 😉 Wenn ich den „rechten“ Wolf in mir füttere, hat „das Glück“ durchaus eine Chance, mich zu finden.

  • Welche Hoffnung hast Du aufgegeben ?

Keine. Das wäre fatal für mich. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ , sagen viele Menschen, und einige fügen hinzu „aber sie stirbt“. Das will ich mir nicht leisten, ohne Hoffnung wäre ich nicht mehr hier. Dazu gehört allerdings auch, mich vor so genannten „falschen“ Hoffnungen zu hüten. Die Gabe der Unterscheidung zwischen „richtigen“ und „falschen“ Hoffnungen ist wiederum Teil der Lebenskunst 😉

  • Wem würdest du gerne mal die Wahrheit sagen ?

Wahrheit ist immer vom Auge des Betrachters abhängig, somit subjektiv und meist nur die Teilwahrheit. Wahrheit bedingt Vertrauen und Nähe, ansonsten gilt: „Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.“ Was nicht heißt, dass ich vorzugsweise die Unwahrheit sage. Oft schweige ich und denke mir meinen Teil. Ich bin vorsichtig geworden, mit dem, was ich so gerne für „die Wahrheit“ halte. Zu oft haben meine „Wahrheiten“ rückblickend dem Anspruch des Wortes nicht stand gehalten. 

+

 

 

 

 

 

 

Jeden Tag drei Fragen, Tag 5

  • Wo hat Gott in deinem Leben Humor bewiesen ?

Da gab es so einige Situationen. Spontan fällt mir eine Begebenheit vor vielen Jahren, damals noch in der alten Wohnung der Liebsten, in Berlin, ein. „Alt“ ist hier durchaus wörtlich zu nehmen, auch die Elektrik, mit der ich es eines Tages zu tun hatte, war bester Kriegs-Standard und von meinem damals schon verstorbenen Schwiegervater als Mann vom Fach seinerzeit zumindest funktionell instand gesetzt worden. Auf mein Gefluche über für mich nicht nachvollziehbare Verkabelungen folgte ein handfester Stromschlag – was soll ich sagen, ich habe im Anschluss jemanden leise kichern hören 🙂

  • Worauf bist Du heute noch nicht wütend gewesen ?

Auf meine Arbeitskollegen. Das ist aber auch nicht wirklich schwer, derweil dieser Text am Wochenende vorgeschrieben wurde 🙂

  • Was ist halb so schlimm ?

Lief besser als angenommen. Ich mag die Formulierung nicht sonderlich, weil sie negativ besetzt ist. Halb so schlimm ist schließlich immer noch schlimm (genug).

+

 

 

 

 

Jeden Tag drei Fragen, Tag 4

  • Was hörst Du, wenn alles still ist und Du die leise Stimme in dir sprechen lässt ?

Wahre Stille setzt das leiser-werden des „inneren Lärms“ voraus. Der braucht meist länger, um zur Ruhe zu kommen als der Verkehr draußen auf der Straße. Je nach Tagesform und -Zeit geht das mal mehr, mal weniger gut. Zu „hören“ ist dann eher weniger, zu spüren um so mehr. Alte Ängste, gepaart mit dem tiefen Gefühl, es „gut sein“ lassen zu können. Mal Frieden, mal Unfrieden, je nachdem, wie der Tag / die Tage waren. An guten Tagen fühle ich mich geborgen, in der Stille.

  • Ist in deinem Kopf Platz für die Probleme anderer ?

Leider nicht so oft, wie ich mir das wünsche. Dazu halten mich die Herausforderungen des Tages zu sehr gefangen. Auch bin ich zum Schluss gekommen, zumindest teilweise eine ordentliche Portion Egoismus vererbt bekommen zu haben. Das auf ein für mich und andere „gesundes“ Maß zu reduzieren, übe ich täglich. Was mich immer und in jedem Fall berührt, ist mit gefühltes, tiefes Leid bei meinem jeweiligen Gegenüber, losgelöst vom Tagesgeschehen.

  • Achte heute einmal bewusst auf dein Gegenüber. Was könnte ihm / ihr gut tun ?

Zuhören tut meistens gut. Manchmal aber auch eine klare und deutliche Ansage, aufrichtig und ohne Überheblichkeit.