Jeden Tag drei Fragen, Tag 10

  • Was oder wo ist dein sicherer Hafen ?

Es gibt ein Heim, in dem ich mich wohl fühle. Sicher ? Mehr oder weniger. An weniger guten Tagen fühle ich mich heimatlos, unabhängig vom Ort. Der Restzustand eines alten Lebensgefühls. An guten Tagen fühle ich mich als Teil des Kosmos, der im jetzt und hier genau dort ist, wo er sein soll. Ein sicherer Hafen ist das Vertrauen in meine höhere Macht.

  • Was wolltest Du dich schon immer einmal trauen ?

Hmm. Alles, was ich mich trauen wollte, habe ich auch getan. Ich würde mich manchmal gerne etwas mehr trauen.

  • Lebst Du nachhaltig ? Warum (nicht) ?

Nachhaltigkeit strebe ich an, so gut es geht. So nutze ich die Dinge, bis sie nicht mehr zu reparieren sind. Frage vor jedem Kauf, ob ich dieses oder jenes wirklich brauche, regelmäßig nutzen werde. Fahre ein ausgesprochen kleines und sparsames Auto und das auch nur, weil gewisse Umstände es einfach erfordern. Warum ? Weil ich daran glaube, dass wir nichts besitzen, im Sinne des Wortes. Absolut alles ist uns lediglich leihweise überlassen, im Grunde sogar unser eigenes Leben. Das bedingt Verantwortung dem Leben und den Dingen gegenüber, auch mit Blick, auf die, welche uns nachfolgen.

*

 

 

7 Gedanken zu “Jeden Tag drei Fragen, Tag 10

  1. Jep – mal mehr oder weniger zuhause – kommt immer sehr af den inneren Zustand an – das kenne ich auch. In mir ist auch eine Sehnsucht nach einem „wahren“ Zuhause. Ich schätze, es ist das Zuhause bei Gott. Gestern oder vorgestern habe ich noch gelesen: wenn ich Jesus nahe bin, fühle ich mich zuhause da, wo ich bin. Das stimmt irgendwie.
    Deine Einstellung zu Besitz und Nachhaltigkeit finde ich bewundernswert. Ich erlebe mich immer wieder in einem Spannungsfeld – Besitz und Gehalt loszulassen und sich dabei gut fühlen, und dann wieder Panik und haben wollen… Ein Lernfeld für mich.
    Danke für deine weisen Worte.

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    1. Es ist mir nicht zugefallen … beim Auszug von meiner ersten Frau fehlten mir von heute auf morgen 1500 DM … da war rechnen angesagt. Später kam das nachdenken über den Konsum an sich hinzu … Geld muss sich bewegen. Will ich um seiner selbst Willen horten, wird es mir entrissen. Ein Weg der Mitte aus Verantwortung und maßvollen Konsum.

      Gib Geld weiter. Tu es jetzt. Das Geld wird folgen.

      Joseph Beuys, Lass dich fallen

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    1. Interessant ist, was beim schreiben so vor sich geht. Mir fallen ja noch ganz andere Sachen ein, die ich natürlich nicht veröffentlichen möchte, zumindest nicht alles und schon gar nicht in epischer Breite. So kommt man zum antworten, ohne all zu viel zu antworten 🙂

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