Jeden Tag drei Fragen, Tag 9

  • Hast Du heute schon gefrühstückt ? Wer hat es zubereitet ?

Ja, habe ich. selbst zubereitet, wie jeden Tag.

  • Ist alles möglich ? (Markus 9,23)

Der Glaube daran ist, denke ich, stark vom Lebensalter abhängig. Oder besser, es ändert sich die Definition von „alles“ mit den Jahren. Die Themen verschieben sich. Standen in jüngeren Jahren eher Karriere und/oder Familiengründung im Vordergrund, geht es mir heute mehr um die Vertiefung des Erreichten – und um für mich gänzlich neue Ufer, nach meiner Erwerbstätigkeit in einigen Jahren. Alles ? Sicher nicht. Aber einiges.

  • Ist Widerstand zwecklos ?

Nein, ist er nicht. Wichtiger als die Intensität dessen ist die Beharrlichkeit, an einer Sache dran zu bleiben. Wie hoch darf der Preis sein, den ich bereit bin zu zahlen, um über Widerstand meine Ziele zu erreichen ? Was bin ich bereit, in Kauf zu nehmen ? Bis wohin gehe ich ? Gibt es für mich „rote Linien“ ? Klarheit im Vorfeld darüber ist unerlässlich. Worum es geht, ist dabei nebensächlich, sei es im privaten, beruflichen, oder gesellschaftlichen Bereich. „Ist es mir das wert ? “  – lautet die Schlüsselfrage.

*

 

 

 

7 Gedanken zu “Jeden Tag drei Fragen, Tag 9

  1. Wenn ich die Bedeutung der Ereignisse richtig erkenne, werde ich mich nicht zum Widerstand hinreißen lassen. Niemand würde ernsthaft versuchen Wolken mit einer langen Stange aufzuhalten.

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    1. Widerstand hat viele Gesichter. ich dachte weniger an die große Revolution. Hinreißen lasse ich mich nicht. Zudem kann ich sagen, dass ich mehrmalig durchaus erfolgreich Widerstand geleistet habe, beruflich und privat. Mit Angst, mit Unsicherheit, was den Ausgang anging, aber immer entschieden und beharrlich. Erstaunlicherweise durfte ich feststellen, dass ich wachse, mit Wind von vorne …

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  2. Ach, hatte mir die erste Frage nicht notiert weil ich sie „doof“ fand und siehe da, heute wo ich sie lese, hätte ich eine völlig unübliche Antwort gehabt. Das erste was ich heute gegessen habe, ein spätes Frühstück, waren belegte Brötchen und ich weiss nicht wer sie zubereitet hat. Ich war sie auf dem Weg zur Arbeit im Fairteiler abholen. (Foodsharing)

    Du schreibst „alles, sicher nicht…“ könnte es sein, das es nur alles ist was zu unserem Weg gehört?

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    1. Nein, reicht eben nicht immer. Es gibt Gegebenheiten und Lebensumstände, da heißt es „bis hierhin und nicht weiter“. Ergebnis-offen.

      Was ich mir nicht vorwerfen möchte, ist, nicht alles getan zu haben, was in meiner Macht steht. Das ist weniger, als ich einst annahm und mehr, als manchmal befürchtet.

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