Schweigen

*

Wenn du viel redest – außen und innen – hörst du nichts.
Wenn du nichts Essentielles zu sagen hast, schweig doch mal.
Schweigen ist Luxus.
Sei mutig.
Halt hin und wieder die Klappe.
Lausche.
Dem Wind.
Deinem Herzschlag.
Deinem Liebsten.
Der Fremden.
Dem Schmerz
und der Hoffnung.
Dem Leben.
Vielleicht wirst du überrascht sein, wie deutlich tatsächlich Alles mit dir spricht.
Immer.
Jetzt zum Beispiel.
Lass dich berühren und führen.
Wie eine Geliebte, die sich beim Tanz der kleinsten Regung ihres Partners hingibt.
So entsteht Vertrauen.
Nicht in dein kleines Ich, sondern in Alles.

(Veit Lindau, im Dezember 2017)

*

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46 Gedanken zu “Schweigen

  1. vier Tage in einem Kloster, wo nichts gesprochen wurde…die Menschen, mit denen ich ass, wurden mir lieb vertraut, ohne dass ich mit ihnen gesprochen hätte und ich fing an zu hören, Dinge , die ich nie und nimmer gehört hätte, draussen in der Welt. Und eine Sache war ganz wichtig. Ich bin so dankbar, dass ich das hörte.

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      1. Im Reader kommentieren ist wie chatten
        Im Blog bin ich in der Atmosphäre des Blogs

        Und mach dir nix draus –
        Bei mir heißen alle Kinder Schatzi
        😂😂😂😂😂😂😂

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      2. hehe ja….vielleicht klingt das für den Leser banal, aber für mich war es eine spezielle Erfahrung. In der Stille dieser Tage kam der Gedanke zu mir (man kann es Stimme nennen, schwer zu beschreiben), dass wir umziehen sollten. Etwas, was ich zu diesem Zeitpunkt nie und nimmer gewollt hätte. Wir lebten mit unseren Kindern in einem wunderschönen Pippi Langstrumpf Haus, mit riesigem Garten, Tieren und Swimmingpool…Und doch war da plötzlich diese Sicherheit und auch die Freude da, alles zu verlassen. Mein Mann reagierte auf meinen Vorschlag, als hätte er schon lange darauf gewartet. Paff….und drei Wochen später, wir hatten noch nicht gekündigt, kriegten wir einen Brief vom Vermieter. Er teilte uns mit, dass das Haus verkauft wurde und wir ausziehen müssten. Ohne die „Vorwarnung“ hätte ich wohl die Krise bekommen.
        Das Erlebnis hat mich bestärkt, auf das leise Reden zu hören und danach zu handeln.
        Und wenn ich jetzt, durch deinen Artikel wieder darüber nachdenke, überlege ich mir ernsthaft, ob ich nicht wieder ein paar Tage ins Kloster sollte…

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      3. Solche Erfahrungen kann man wohl nur in der Stille machen, ja. Wie immer man es nennt – gute Geister, Ahnung, Intuition, Führung – es passt alles. Das freut mich für dich!

        In meinem Leben gibt es relativ wenig Stille, bis dahin. Darum sprechen mich diese Worte wahrscheinlich auch so an. Es ist nicht immer mir zu Gefallen, was ich höre, in der Stille. Aber es ist wichtig, dass ich es höre.

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  2. Es gelingt mir immer öfter und besser
    … und dann sind da Momente, da beginne ich mit reden und höre nicht mehr auf. Wie ein Überdruckventil und dann ist auch wieder für eine Weile gut und meine Ohren sind wieder dran.

    Auch ich vermisse es hier Kommentare anderer liken zu können…

    Drei mal durfte ich Klostererfarung machen, bereichernd. Danke fürs erinnern Brigwords.

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      1. Stille … kann überall sein … wenn sie in mir ist … und wenn sie in mir nicht ist, dann ist sie nirgendwo, auch nicht wenn ich alleine zu Hause bin mit Stöpseln in den Ohren

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      1. Was meinst du ?
        Fühl mich ganz gut zur Zeit, das is wohl wahr aber nich wie unter der Decke, eher wie sehr auf dem Boden der Tatsachen … sehr DA, das ist ziemlich gut so 😊

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      2. Nee – war nur so angeführt, weil Du sonst diejenige bist, die Fragen hat, zum Blog hier 🙂 Aber finde ich gut, das du so tief gräbst hier – beim Teilen hätte ich die Funktion nicht vermutet.

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      3. Seit ein paar Tagen habe ich so`n Tablet für Zuhause und unterwegs, nur WLAN-fähig. Keine Lust, immer den Läppi mitzunehmen. Da geht das schreiben schon etwas besser als auf dem Phon, wenn auch nicht wirklich komfortabel. Ja, die Daumen kommen da auch zum Einsatz. Ich übe noch, suche die rechte Technik …

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      4. Bei den jungen Leuten ist die entsprechende Hirn-Region ja schon vergrössert, ich üb zur Zeit – motorischer Kopf-Zerbrecher
        Tablet hab ich wieder ausrangiert – seh ich keinen Vorteil gegenüber Handy, is nur schwerer zu schleppen
        Ausm Urlaub hab ich auch alles nur mit Handy gemacht und ich poste auch oft morgens in der Straßenbahn Beiträge

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  3. Wenn ich es schaffe, meine inneren Dialoge verstummen zu lassen, bin ich auf dem rechten Weg, auch mit äußeren Lärm besser umgehen zu können. Je mehr mir die Sinnlosigkeit dieser inneren Streitgespräche bewusst wird, desto besser kann ich sie loslassen.

    Es ist wie mit allem – die Übung macht es,

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    1. bei mir funktioniert das nicht … Die Sinnlosigkeit einsehen und so … da kann ich noch so viel einsehen und mir vornehmen, da bin ich machtlos … besser wird es bei mir nur … bei allem … wenn ich die Ursache beseitige … sozusagen an die Quelle komm, wo irgendwas her kommt … sonst sprudelt das immer wieder fröhlich drauf los, sobald ich mal nich hin guck …

      Und das hab ich ja jahrelang praktiziert:
      Immer alles unter Kontrolle haben, mich im Griff haben … und das is bei mir halt fürchterlich nach hinten los gegangen, weil das nämlich extrem anstrengend ist …
      Und ich kam da eh nicht gegen an
      Was ist das ist und es bahnt sich seinen Weg … bricht irgendwann mit Gewalt wieder hervor … kann ich nur wiederholen – da bin ich machtlos
      Jetzt mit der Höhlenforschung … da verändern sich die Dinge wirklich
      Anderthalb Jahre circa bin ich jetzt da dran und es wird noch eine Weile dauern
      Aber jetzt seh ich Erfolge
      Verhaltens-Änderung ist das End-Produkt der Arbeit
      Die passiert dann irgendwann ganz plötzlich und da freu ich mich dann immer wie Schnee-Königin 🙂

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      1. Zitat:“Verhaltens-Änderung ist das End-Produkt der Arbeit
        Die passiert dann irgendwann ganz plötzlich und da freu ich mich dann immer wie Schnee-Königin,“

        Zwei Zahlen zu multiplizieren ergeben ein Produkt. Ein Endergebnis. Ein Ergebnis. Ist DAS das (Dein) Ziel?
        Als Mensch der Worte interpretiere ich mit „Verhaltensänderung“ vermutlich etwas anderes als du, nämlich eine Symptomoptimierung.
        Wenn du auf der Suche nach der Ursache bist, dann bringt dir eine Verhaltensänderung nichts, sondern nur eine Verdrängung der Symptome. Wenn du die Ursache erkannt hast, wird sich dein Verhalten verändern. Vermutlich hast du das gemeint, dann verstehst du meine E-Mail.
        Nicht ein Verhalten hat oder muss sich ändern, sondern deine Ansicht oder Einstellung zu den Dingen die DU wahrnimmst. Nichts ist so wie es erscheint. Wenn du das glaubst/weißt, kannst du den Abstand die Differenz zwischen „dir“ und dem was „ist“ erkennen.
        Tja, vermutlich wieder gleich und völlig diametral… *fg

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      2. Hmm. Wortwörtlich stimmt das. Allerdings hat die Verhaltensänderung, also dem zufolge eher ein manipulieren der Oberfläche, konsequent angewandt, auch eine tiefgreifenden Wandel zur Folge. „So zu tun, als ob“ gräbt sich bei positiven Resultaten in`s Reptilien-Hirn ein und tauscht im Idealfall alte, destruktive Gewohnheiten gegen neue, bekömmlichere.

        Autodidaktik, Autosuggestion, Ausschlussverfahren. Mag länger dauern, führt aber auch zum Ziel. Seit ich trocken bin, darf ich mein eigenes, großes Experiment sein 😉

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    1. Reptiliengehirn ist kein anatomischer Begriff.
      Primitiv bedeutet nicht „simpel“ oder „zurückgeblieben“, sondern „zuerst da“. Gemeint wird der kompliziert verschachtelte und für überlebenswichtige Teil von Körperfunktionen der Hirnstamm.
      Er ist sozusagen der Hausmeister.
      Genau wie das Mittel-, Zwischen-, Klein- und Großhirn gehört der Hirnstamm zum großen Ganzen und ist kein gesonderter Bereich.
      Das Gehirn funktioniert immer als gesamtes Netzwerk und nicht als lose Ansammlung von Hirnmodulen. Weil man den Bläschen (verschiedene Ausstülpungen) unterschiedliche Namen gegeben hat, heißt das nicht, dass sie auch eigenständig sind.

      Wenn wir von Trieben und Instinkten sprechen, sollten wir im Zwischen- und Großhirn und nicht im Hirnstamm suchen. Oftmals sind dieselben Hirnbereiche bei rationalen Handlungen wie bei triebgesteuerten Verhalten aktiv.

      © Henning Beck

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  4. Hallo, lieber Reiner. Dein Eintrag ist soo schön.

    Diese anstrengungslose Stille, die alles umgibt – die mitläuft, immer, selbst im lautesten Gewirr nenne ich ‚mein Zuhause‘.
    Sie ist unverwüstlich und verlässlich …
    ist Heimat …
    ist …
    Ich.

    Einmal erspürt leuchtet sie durch Trauer und Schmerz, Freude und Leid

    ist Frieden ² (aber das ist nur ein Wort *lächel*)

    Liebe Grüße

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      1. Manchmal aber entsteht um dich eine Um-welt, die dich nicht zur Ruhe kommen lassen will.
        Dann ist der einzige Weg, sich zurück zu ziehen. Ich erlebe das gerade und es fällt mir äußerst schwer, nicht zu erklären, warum ich es tue.
        Es ist nicht nur das Umfeld, das mich an der Angel hat, sondern ich selbst tanze mit mir im „Duett“ *ggg*
        So schaue mir zu und bin gespannt, wie lange es dauert, bis ich den notwenigen „Cut“ geschafft habe. Wie war das? Rom ist auch nicht an einem Tage erbaut worden :-).

        Liebe Grüße an Dich und einen schönen sonnigen Tag, wie wir ihn hier am Rande von München haben.

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  5. Ein inspirierendes Zitat und so wahr. Eine Freundin hat das mit ihrer „Kosderschnauze“ mal so ausgedrückt: „Romatik-Tip Nummer 1: einfach mal die Klappe halten. 😀 Tatsächlich erscheint es mir inzwischen wichtig zu lernen still zu sein und Stille aushalten zu lernen.

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